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21.09.2017
regionale Demonstration


18:00 Uhr

le
wilhelm leuschner platz
Vive la république! Für die Freiheit, für das Leben!
gegen legida

Vive la république! Für die Freiheit, für das Leben!

Aufruf zur Demonstration gegen völkische Parteien und Gruppen – die
Bundestagswahl nicht den Rechten überlassen

Am 24. September wird aller Voraussicht nach mit der AfD eine offen
menschenverachtende Partei in den Deutschen Bundestag einziehen, deren
Programm und Forderungen in großen Teilen verfassungsfeindlich sind. Wie
die Wahl von Trump, das Brexit-Referendum aber auch der Einzug der AfD
in verschiedene Landesparlamente in der jüngsten Vergangenheit bereits
gezeigt haben: Das Wahlergebnis wird rassistischen und nationalistischen
Gruppen Rückenwind verschaffen. Es sollte klar sein, dass es Menschen
gibt, die besonders von rechter Hetze und Gewalt betroffen sind.

Die vermeintlichen Brandmauern, die in der Bundesrepublik eine
gesellschaftliche Ächtung von nationalsozialistischem Gedankengut zur
Folge haben sollten, sind eingerissen. So zeigt sich die schon längst
stattgefundene Diskursverschiebung nach rechts auch an der neuerlichen
Verschärfung des Asylrechts durch die Einführung der Abschiebehaft in
Sachsen.

Mit der nahenden Bundestagswahl versuchen völkische, nationalistische
Gruppierungen gemeinsam mit der AfD ihre menschenverachtenden Ideologien
noch stärker in die Öffentlichkeit zu transportieren. Eine dieser
Gruppen ist der lokale Pegida-Ableger Legida, der bereits in der
Vergangenheit mit dem hiesigen AfD-Kreisverband den Schulterschluss
suchte und von einem heutigen Landtagsabgeordneten mitbegründet wurde.
Beteiligt waren auch immer neonazistische Hooligans und die Leipziger
NPD, deren Reste-Organisation nach dem Parteiausschluss unter dem Namen
„Wir für Leipzig“ firmiert. Auf vergangen Legida-Aufmärschen und im
Umfeld dieser gab es mehrere Übergriffe auf Personen, die als
Gegner_innen angesehen wurden.

Der drohende Bundestagseinzug der AfD, die klar auf
nationalsozialistische Versatzstücke Bezug nimmt, macht unseren Protest
auf der Straße notwendig. Wo und wann immer es nötig ist, werden wir uns
Ideologien der Ungleichwertigkeit in den metaphorischen Weg stellen und
für eine solidarische Gesellschaft, frei von Diskriminierung streiten.

Lasst uns gemeinsam am 21. September im Vorfeld der Bundestagswahl ein
kraftvolles Zeichen setzen und den Hetzer_innen um Legida, AfD und wie
sie auch heißen mögen den Platz nehmen.

Wir rufen auf zur Demonstration
am 21. September 2017
ab 18 Uhr
Treffpunkt: Wilhelm-Leuschner-Platz

Für die Freiheit, für das Leben!
--
Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz"
Internet: https://platznehmen.de
OpenPG: https://platznehmen.de/files/0x465A9764.asc
Offline: Demmeringstr. 32 – 04177 Leipzig
22.09.2017
überregionale Demonstration


19:00 Uhr

Leipzig
S-Bahnhof Plagwitz
Nieder mit Erdogan
Autonome Anti-Erdogan Demonstration

Am 16. April 2017 hatte die türkische AKP-Regierung die türkische Bevölkerung im In- und Ausland zum Referendum aufgerufen. Nicht um weniger sollte es gehen, als um die Verdichtung der Machtbefugnisse auf den türkischen Präsidenten: Recep Tayyip Erdogan. Faktisch, so die verbreitete Meinung kritischer Beobachter_innen, würde damit die parlamentarische Demokratie abgeschafft und durch ein Präsidialsystem ersetzt werden.

Auch wenn bereits im Vorfeld eine freie Abstimmung angezweifelt wurde, kam es, wie es kommen musste. Unter Einsatz massiver Repression, sowie offensichtlicher Fälschungstaten, kam das von der Regierung präferierte Ergebnis zustande. Knapp über die Hälfte aller Wählenden stimmte mit „evet“ für ein Ja zur Reform. In Deutschland fiel das Ergebnis noch ungünstiger aus: Hier stimmten über 60 % für die Reform des gesamten politischen Machtapparats der Türkei. Durch diese Zustimmung innerhalb der türkischen Bevölkerung ist Erdogan weit mehr als selbsternannter Diktator geworden. Vielmehr verdichte sich in ihm ein Wunsch nach autoritärer Führung und Macht, der von Millionen von Menschen geteilt wird.

Kläglich fielen die offiziellen Versuche der politischen Klasse aus, dem Gegentrend eine Stimme zu geben. Die kurdische Partei HDP, sowie weitere Oppositionsparteien, versuchten, vor dem Verfassungsgericht der Türkei die Wahl für nichtig erklären zu lassen und trafen dabei auf ein Gericht, das schon lange im Vorfeld mit Erdogananhängern besetzt worden war, nachdem alle Oppositionskräfte, wie auch vermeintlichen Anhänger der Gülen-Bewegung aus dem Justizwesen beseitigt worden waren. Nur wenige Tage brauchte dieses, um den Antrag abzuweisen.

Die politische Elite Europas gefiel sich darin, das Referendum kritisch zu betrachten und mit der üblichen Lächerlichkeit die eigene Besorgnis auszudrücken, nur um in den folgenden Tagen das Referendum offiziell anzuerkennen. Ohnehin blieb die Differenz der politischen Elite Europas gegenüber der Türkei wie stets bloß vorgeschoben, die ständig herbeizitierten Menschenrechte bloß strategisches Mittel, um sich in den andauernden strategischen Konflikten mit der Türkei in bessre Lage zu manövrieren. Viel zu ähnlich jedoch bleiben die Übereinstimmungen der Interessen hinsichtlich der Überwachung der Bevölkerung, sowie auch der Verdichtung politischer Macht, als dass eine echte Differenz die europäische Elite sich zu einem Konfrontationskurs entwickeln könnte, welcher tatsächlich das Leben der von Erdogan und seinen Anhänger_innen Verfolgten zum Anlass hat.

Mit ihrer Anerkennung des Referendums unterstützen Deutschland, wie auch die anderen Länder Europas, Präsident Erdogan und seine faschistischen Anhängerschaft, auch ein längerfristiges Projekt weiter voran zu bringen, hatte dieser doch bereits im Vorfeld angekündigt, das Referendum als Trendwahl für die Wiedereinführung der Todesstrafe zu werten. Damit wächst erneut die Gefahr für alle, die nicht auf der Linie Erdogans und der AKP-Regierung liegen, im Widerstand gegen die Errichtung einer faktischen Diktatur ihr Leben zu verlieren.

Nicht alle jedoch nahmen mit der gleichen Passivität die Ergebnisse des Referendums hin. Noch am selben Abend strömten im Stadtteil Beşiktaş in Istanbul, wie auch in Ankara und Izmir tausende auf die Straße, um ihrem Widerstand Ausdruck zu verleihen, dabei auf die eigene Stimme vertrauend und hoffend auf die Kraft der Massenbewegung, die sich schon im Kampf um den Gezi-Park gezeigt hatte.

Doch der notwendige massenhafte Zustrom blieb aus. Die spontanen Demonstrationen, die sich ihren Weg durch die Straßen suchten, wurden zwar aus den Fenstern beklatscht, doch zu wenige fanden den Mut, sich den Demonstrierenden anzuschließen. Zu gering blieb ihre Zahl, als dass sie den Herrschaftsapparat Erdogans und der AKP in Bedrängnis hätten bringen können, zu tief saß bereits die Angst vor Repression und einem Verschwinden in türkischen Foltergefängnissen.

Die Repression ließ nicht lange auf sich warten. Wie in vorbereiteter Aktion schlugen die Häscher der Regierung in den nächsten Tagen zu und verhafteten jene, die sie für die verhaltenen Proteste verantwortlich machten. Die Hoffnung auf einen baldigen Kampf um die Freiheit der Menschen unter der aufziehenden Diktatur Erdogans war somit erneut in schwere Bedrängnis geraten.

Nicht nur in der Türkei fiel die Unterstützung für jene, die ihre Kampfbereitschaft signalisierten, gering aus. Auch in den Ländern Europas gingen nur wenige auf die Straße. Zu viele nahmen passiv hin, was sie als eh nicht zu beeinflussen wähnten. Die Faust in der Tasche wurde zwar in Wut über das Vorgehen der Erdogan-Regierung und den sie unterstützenden autoritären Teil der Bevölkerung geballt, doch nur an wenigen Stellen zog sie jemand tatsächlich aus der Tasche, um im Mindesten die Solidarität mit den Kämpfenden und schwer Bedrohten auszudrücken.

Dabei nimmt gerade Deutschland bezüglich der Türkei eine unterstützende Sonderrolle ein. Nicht nur, dass im Einvernehmen mit der türkischen Regierung der mörderische „Flüchtlingsdeal“ abgeschlossen wurde, oder dass der deutsche Waffenfabrikant Rheinmetall AG erneut eine Waffenfabrik in der Türkei errichten lässt, um die Regime des Nahen Ostens mit Waffen und Panzern zu versorgen.
Allen Konflikten zum Trotz, welche die deutsche Regierung sich mit der Türkei liefert, gibt es doch zahlreiche Punkte, in welchen sich eine Interessengleichheit für die Regierungen herstellen lässt. So teilt die deutsche Regierung nicht unwesentlich die Repressionswünsche der türkischen Regierung. Im Einvernehmen mit der Türkei wird in Deutschland die kurdische Arbeiterpartei PKK weiterhin verfolgt, ebenso wie neuerdings alle Parteien und Organisationen der Revolution im syrischen Teil Kurdistans. Desweiteren sind vor dem OLG in München 10 Mitglieder der türkisch-kommunistischen Partei TKP/ML angeklagt. Im groß angelegten Verfahren bezieht sich die Bundesanwaltschaft dabei auf Akten, die größtenteils von den türkischen Repressionsbehörden zusammengestellt wurden.

Die Situation in der Türkei hat sich seit der Einführung des Referendums nicht gebessert. Im Gegenteil gehen die Angriffe auf die Opposition seitens der Regierung mit unverminderter Härte weiter. Fortgesetzt werden die Verhaftungen kritischer Stimmen, ebenso die Angriffe auf die Bevölkerung in den kurdischen Gebieten im Südosten der Türkei, wo ganze Stadtviertel abgerissen und tausende Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt werden. Und auch die Revolution der Genoss_innen in Rojava steht weiterhin unter dem Beschuss durch das türkische Militär.

Am 22. September 2017 wollen wir das Schweigen gegenüber der faschistischen Erdogan-Diktatur im Mindesten für einen Moment durchbrechen und zeigen, dass uns nicht gleichgültig ist, was geschieht. In Solidarität und Schulter an Schulter mit den kämpfenden Genoss_innen in Kurdistan und der Türkei sowie allen Gefangenen der Erdogan-Diktatur haben wir für diesen Tag nur eine Parole:

Nieder mit Erdogan!

Nieder mit Erdogan!

Nieder mit Erdogan!

Kommt zur Autonomen Anti-Erdogan-Demonstration am 22. September 2017 um 19h am S-Bahnhof Leipzig-Plagwitz! Bringt eure Genoss_innen mit und alles, was ihr braucht um eurer Feindschaft Ausdruck zu geben! Schulter an Schulter gegen Faschismus!




anti-erdogan-
demo(at)
riseup.net

26.09.2017
Film


20:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Pornographie und Holocaust – STALAGS
+ Einführung

Israel 2008, OmU, Dok, 63 min, Regie: Ari Libsker

Sprache: Hebräisch mit deutschen Untertiteln
Language: Hebrew with german subtitles

Israel, Anfang der 1960er-Jahre: Unter enormem Medieninteresse beginnt in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptorganisatoren der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Im Verlauf des Prozesses wird detailliert und öffentlich das Leid von Juden und Jüdinnen in den Konzentrationslagern der Nazis diskutiert, die dort stattgefundenen Grausamkeiten werden Teil der öffentlichen Debatte.
Zur gleichen Zeit erlebt die Porno-Literatur im Land einen Popularitätsschub, und zwar in Form eines ganz besonderen Genres: den “Stalag”-Heftchen. Diese erotischen Groschenromane formulierten - in steigernder Explizität - sadomasochistische Fantasien um männliche Kriegsgefangene und weibliche Nazioffiziere in deutschen Lagern, mit einem stetig wiederkehrenden plot: Ein alliierter Soldat wird im 2. Weltkrieg in einem deutschen Stammlager („Stalag“ ) von Frauen der SS gefoltert und vergewaltigt – bis er sich an seinen PeinigerInnen auf ebenso grausame Weise rächt.

Der Film behandelt diesen doppelten, miteinander in Verknüpfung stehenden Tabubruch. Erstmals gibt es in der damals sehr puritanischen Gesellschaft Israels pornografische Literatur und gleichzeitig sind diese Heftchen neben dem Eichmann-Prozess die erste öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust. In Gesprächen mit VerlegerInnen, AutorInnen und JournalistInnen fragt Regisseur Ari Libsker nach den Gründen für die damalige Popularität der Stalag-Heftchen in der israelischen Gesellschaft und verwebt die mit präziser Kamera gefilmten Interviews geschickt mit Archivbildern.

Mit einer Einführung unter dem Titel "Ein Meer der blauen Nummern. Zur Wahrnehmung von Holocaust-Überlebenden in Palästina/Israel 1945-1961" von Sebastian Paul, Diplom-Pädagoge und Künstler.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


27.09.2017 - 27.09.2017
Info-Veranstaltung, Veranstaltung


19:30 Uhr

Leipzig
interim
Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig
Frühe Konzentrationslager in Sachsen
Vortrag und Diskussion

Mit der Machtübertragung an die NSDAP begann im Januar 1933 der staatlich organisierte Terror gegen politische Gegner*innen der Nazis. Allein in Sachsen entstanden in den ersten Monaten 1933 über 20 so genannte frühe Konzentrationslager. In vielen Orten nutzte die SA dafür leerstehende Turnhallen, Vereinshäuser, Fabriken oder Burgen und Schlösser. Eines der ersten Lager in Sachsen wurde am 8. März 1933 in einer Turnhalle in Plaue bei Flöha eingerichtet. Die größeren und bekannteren Lager in Sachsen befanden sich in Sachsenburg, Hohnstein, Colditz und Osterstein. Im Juli 1933 waren in Sachsen etwa 4500 Menschen sogenannte „Schutzhaftgefangene“ - darunter Kommunisten, Sozialdemokraten oder Gewerkschafter, unter ihnen Landtags- und Reichstagsabgeordnete, Parteifunktionäre, Journalisten, Rechtsanwälte und Künstler. In weitaus geringerem Umfang wurden auch „Zeugen Jehovas“, Homosexuelle oder „Gewohnheitsverbrecher“ verhaftet.
Im Laufe des Jahres 1934 wurden die meisten dieser Lager wieder aufgelöst - in Sachsen bestand nur das KZ Sachsenburg bis 1937 als so genanntes Schutzhaftlager weiter. Über die Geschichte dieser Lager ist nur wenig bekannt - die Erinnerung daran bleibt einem kleinen engagierten Kreis vorbehalten.
Für die Einrichtung von Gedenkstätten oder den Erhalt von Gedenkorten muss wie aktuell in Frankenberg und Hohnstein immer wieder neu gestritten werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über das frühe nationalsozialistische Lagersystem in Sachsen und wirft einen Blick auf die aktuelle Situation der sächsischen Gedenkstätten und Initiativen, die für die Errichtung von würdigen Gedenkorten streiten.

Zur Vorbereitung der Bildungsfahrt "Widerständige Wege" nach Hohnstein/ Sächsische Schweiz am Sonnabend, 07.10.2017.

Mit Anna Schüller (Historikerin) und Daniela Schmohl (RLS Sachsen, Historikerin)


Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

sachsen.rosalux.de/
veranstaltungen/


info(at)rosalux-
sachsen.de

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Harkortstraße 10, 04107 Leipzig

21.09.2017

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