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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Termine aus Leipzig
 

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Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

07.12.2017
überregionale Demonstration


17:00 Uhr

Leipzig
Hauptbahnhof Leipzig
Kampf der inneren Sicherheit

Die Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg haben erneut die öffentliche Dramatisierung “linksextremer” Gewalt und damit einhergehende Forderungen nach verschärften Gesetzen hervorgerufen. Anstatt sich mit den inhaltlichen Forderungen der antikapitalistischen Demonstrationen auseinanderzusetzen, wurde der Gipfel vor allem aus sicherheitspolitischer Sicht thematisiert. Das hat auch Konsequenzen für die radikale Linke. Forderungen nach der Schließung der Roten Flora wurden teils aus den Reihen der Bundesregierung laut und auch in Leipzig wurde versucht das Werk 2 oder das Conne Island in ähnlicher Weise als Ausgangspunkt “linksextremer” Gewalt zu diskreditieren. Die Internetplattform “linksunten” wurde vom Bundesinnenministerium gleich ganz verboten. Ob sich die medialen Debatten der letzten Wochen noch weiter in politischen Maßnahmen auswirken wird, könnte auch der zweite Teil der bundesweiten Innenministerkonferenz (IMK) 2017 in Leipzig zeigen.

Dort werden Entscheidungen getroffen, die nicht nur linke Aktivist*innen betreffen, sondern die gesamte Bevölkerung.
Hierzu zählen bspw. der Einsatz von Video-Überwachung und Gesichtserkennungssoftware in öffentlichen Räumen, die flächendeckenden Funkzellenabfragen sowie die teilweise anlasslose Speicherung und Aufbewahrung persönlicher Daten. Die Verschärfung der §§ 113 ff. StGB wird bei der IMK in Leipzig kein Thema sein. Die im Juni in Kraft getretene Gesetzesverschärfung weitet die Sanktionsmöglichkeiten der Polizei gegenüber Betroffenen polizeilicher Maßnahmen aus. Das Gesetz ahndet nicht nur Angriffe auf Polizeibeamt*innen, sondern schon das bloße sich Gegen-die-Laufrichtung-Stellen oder aus dem Polizeigriff winden. Es ist eine Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis vorgesehen, in besonderen Fälle erhöht sich diese sogar auf ein halbes Jahr. Letztendlich wurde mit dem Widerstandsparagrafen ein Disziplinierungsinstrument geschaffen, das vor allem einschüchtern soll und den langjährigen Forderungen der Polizeigewerkschaften nachkommt.

Die IMK ist seit 1954 ein Zusammenschluss der Minister*innen des Innern und teilt sich in sechs Arbeitskreise, die nahezu alle bundesinneren Themen umfassen. In dieser Form tagt sie zweimal jährlich und trifft länderübergreifend Beschlüsse. Dazu gehören unter anderem Entscheidungen wie die Zusammenarbeit der Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, sowie die Innere Sicherheit, darunter fallen auch polizeiliche Angelegenheiten wie das neue Abhörzentrum in Leipzig. Weiterer Gegenstand der IMK ist auch der konkrete Umgang mit Geflüchteten: In Dresden ging es um die Einschränkung der Möglichkeiten für Menschen ohne deutschen Pass sich politisch betätigen zu dürfen und um Koordinationsstellen, die sich „Integriertes Rückkehrmanagement“ nennen, d. h., die nichts anderes als Abschiebungen organisieren. Diese Themen sind gleichzeitig das politische Resultat aus dem Rechtsruck der öffentlichen Meinung.

Kämpfe gegen die deutsche Innenpolitik verbinden!
Diese Resultate äußern sich in der gesteigerten Härte des Rechtsstaates in seinem Innern. Ein Beispiel ist dabei die geplante Zusammenlegung der technischen Strukturen für ein Abhörzentrum der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Thüringen. Beschlossen wurde diese Einrichtung mit Unterstützung von SPD, Grünen und Linkspartei in den Ländern, in denen sie Teil der Landesregierung sind. Dieses Abhörzentrum soll 2019 in Leipzig auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei fertiggestellt werden und die übergreifende Möglichkeit für technische Zugriffe auf Daten von Tatverdächtigen geben. Konkret ist geplant, die bisherige Arbeit aus den Landeskriminalämtern zu bündeln. Das heißt zum Beispiel, dass SMS-Nachrichten oder Telefonkontakte, aber auch Internetverbindungen überwacht werden. Dadurch hatte es im Jahr 2015 allein in Sachsen 363 Verfahren gegen rund 1000 Verdächtige gegeben. Daneben ist auch der Zugriff auf die Inhalte von Messengern, wie beispielsweise Whatsapp, geplant. Dies kann genutzt werden, um auf verschlüsselte Nachrichten zuzugreifen.
Diese Maßnahmen müssen weiterhin mit richterlichem Beschluss angefordert werden. Außer für die Beamt*innen, die die einzelnem Maßnahmen umsetzen, gibt es keine Möglichkeiten, die Vorgänge nachzuvollziehen oder gar zu prüfen. Diese fehlende Transparenz macht es möglich, dass die Polizei auch willkürlich und außerhalb ihrer Befugnisse tätig wird.
Auch emanzipatorische und linke Bewegungen sind Zielobjekt der staatlichen Repression. Der § 129 StGB (“Bildung einer kriminellen Vereinigung”) dient hier oft als willkommener Vorwand linke Strukturen zu durchleuchten. Der Vorwurf rechtfertigt den Einsatz von Telefonüberwachung, Observationen und Hausdurchsuchungen. Beim zuletzt bekannt gewordenen, gegen linke Strukturen in Leipzig geführtem, Ermittlungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden sogar Gespräche mit Berufsgeheimnisträger*innen (u.a. Ärzt*innen, Journalist*innen und Anwält*innen) überwacht.
Auch das Verbot der kurdischen Arbeiter*innenpartei PKK durch das Bundesministerium des Innern bringt regelmäßig Menschen hinter Gitter, die sich gegen die Diktatur in der Türkei und für Emanzipation und Basisorganisierung einsetzen. An Absurdität gewonnen hat das Verbot dadurch, dass jüngst auf Druck der türkischen Regierung sogar das Zeigen der Symbole von YPG und YPJ in Deutschland verboten wurde. Die bewaffneten Milizen der kurdischen Selbstverwaltung in Nordsyrien sind mit der PKK verbündet und ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den IS. Gemeinsam mit den kurdischen Genoss*innen in der BRD wollen wir uns gegen diese Repression äußerst reaktionärer Kräfte stellen und fordern die Aufhebung des PKK-Verbots!
Eine weitere Verschärfung staatlicher Repressionen richtet sich gegen Geflüchtete. Die Asylpakete I und II wurden von CDU/CSU und SPD, teils mit Unterstützung der Grünen, auf Bundesebene verabschiedet: u.a. wurden Bargeldzahlungen durch Sachleistungen ersetzt, Albanien, Kosovo und Montenegro wurden als „sichere Herkunftsstaaten“ eingestuft, der Familiennachzug wurde teilweise ausgesetzt und die Abschiebung erkrankter geflüchteter Menschen wurde erleichtert.
Zeitgleich zu dem Inkrafttreten des Asylpaket II wurde das Ausweisungsrecht verschärft. Mit der Argumentation der Terrorbekämpfung können so nun auch Jugend- oder Bewährungsstrafen ein Anlass für eine Ausweisung sein, ungeachtet dessen, was die Schutzsuchenden in ihren Herkunftsländern erwartet (Haft, Folter, Verfolgung).

Kampf dem Staat des Kapitals!
Aus den oben genannten politischen Entwicklungen und unseren Kämpfen gegen diese, ziehen wir den Schluss, dass wir den bürgerlichen Staat weder gewaltsam übernehmen, noch von innen reformieren können bzw. möchten. Wir wollen weder einen “starken”, noch einen liberalen Staat: wir wollen nicht weniger als eine Gesellschaftsform, die ohne Staat von unten nach oben organisiert ist.
Unsere Ablehnung des Staates und seiner Innenpolitik folgt nicht nur aus ihren gravierenden Folgen für viele Menschen. Sie hängt auch mit der Funktion des Staates in der herrschenden Gesellschaftsformation zusammen. Der bürgerliche Staat ist keine leere Form, die über die Parlamente mit beliebigem politischen Inhalt gefüllt werden könnte. Er ist materiell vom Fortlaufen der Anhäufung von Kapital abhängig, aus der er seine Steuern bezieht. Es liegt daher in seinem eigenen Interesse, das ungestörte Fortlaufen der Kapitalaneignung durchzusetzen und zu garantieren – im Zweifel auch gegen die grundlegenden Bedürfnisse der in ihm und außerhalb von ihm lebenden Menschen. Bei der Herstellung der Grundbedingungen für die Aneignung von Mehrwert gehen bürgerlicher Staat und patriarchale Geschlechterverhältnisse Hand in Hand. Die Ausbeutung der Arbeitskraft durch das Kapital wäre gar nicht möglich, würden nicht systematisch durch patriarchale Verhältnisse von Frauen geleistete Reproduktionstätigkeiten kostenlos angeeignet werden.

Die Bedingungen der Kapitalaneignung stellt er dabei auf unterschiedliche Weise her. Einerseits schützt er die Arbeitskraft, von deren Ausbeutung das Kapital lebt, mit Arbeits- und Sozialgesetzgebung sowie Sozial- und Krankenversicherungen – notfalls auch gegen die kurzfristigen Interessen mancher Einzelkapitale, um das langfristige Interesse des Gesamtkapitals zu schützen. Auf der anderen Seite setzt der Staat sein Gewaltmonopol ein, um das bürgerliche Recht durchzusetzen, das eine selbstorganisierte Umwälzung der Eigentums- und Produktionsverhältnisse verhindert. Repression gegen wilde Streiks, Migrationsbewegungen und auch radikale politische Bewegungen, die das Funktionieren der kapitalistischen Vergesellschaftung behindern – oder gleich ihre Existenz in Frage stellen – werden mit Überwachung und polizeilicher Repression überzogen. Die staatliche Innenpolitik, gegen die sich unsere Kämpfe richtet, ist folglich Teil von sozialen Verhältnissen, die im Ganzen überwunden werden müssen. Daher richtet sich unsere Kampagne nicht nur gegen die staatliche Innenpolitik, sondern gegen den Staat des Kapitals als solchen!

Deswegen ist es notwendig, Widerstand gegen die IMK zu leisten!

Nehmen wir ihnen die Möglichkeiten, neue Repressionen still und heimlich zu beschließen. Wir werden die IMK stören und sie mit unserer Kritik konfrontieren. #noimk
noimk2017 Bündnis

noimk2017.blogsport.eu

07.12.2017
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Haus der Demokratie
Fußball zwischen Diskriminierung und gesellschaftlichem Engagement
Ein Gespräch zur Studie Wir und die Anderen: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Sport in Sachsen

Mit

Petra Tzschoppe
(Leiterin der Studie, Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig)

Thomas Kolbe
(Mitglied der Abteilungsleitung Fußball beim Döbelner SC)

Moderation: Ullrich Kroemer
(Sportjournalist und Buchautor, u.a. „Das Spiel mit den anderen“)


Dass neben dem verbindenden integrativen Potential des Vereinssports und seinem Werben für Werte wie Toleranz, Respekt und Fairplay insbesondere im Fußball Vorurteile und diskriminierendes Verhalten an der Tagesordnung sind, lässt sich jedes Wochenende in den Stadien und auf den Fußballplätzen beobachten.

Eine 2015 veröffentlichte Studie der Universität Leipzig hat untersucht welche menschenfeindlichen Einstellungen bei den Mitgliedern in sächsischen Sportvereinen zu Grunde liegen. Die Studie Wir und die Anderen: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Sport in Sachsen unter Leitung von Petra Tzschoppe macht zusätzlich Vorschläge für Handlungsfelder bezüglich Interventions- und Präventionsmaßnahmen, die entsprechenden Einstellungen und Verhalten entgegenwirken können.

Im Gespräch wollen wir gemeinsam mit Petra Tzschoppe und Thomas Kolbe auf die Ergebnisse der Studie schauen und der Fragen nach gehen, was getan werden kann um das Vereinsleben so zu gestalten, dass alle, die Spaß am Fußball haben auch uneingeschränkt daran teilnehmen können – unabhängig von Herkunft, Glaube, Geschlecht oder sexueller Orientierung? Welche Hürden sind im Vereinsalltag gegeben und welche Unterstützung bräuchte es von Verbänden und Initiativen?

Donnerstag 07.12.2017 | 19 Uhr | Haus der Demokratie Leipzig

Eine Veranstaltung der IVF Leipzig
mehr Informationen unter: ivf-leipzig.org

IVF Leipzig

07.12.2017 - 07.12.2017
regionale Demonstration, überregionale Demonstration, Kundgebung


17:00 Uhr

Leipzig
Kongresshalle
Pfaffendorfer Str. 31, 04105 Leipzig
Wir sind GRUNDSÄTZLICH UNVERDÄCHTIG.
Ein Aufruf gegen den Generalverdacht.

+++MOBI Aufruf+++
Donnerstag, 17 Uhr vor der Kongresshalle am Zoo.
Kundgebung gegen Totalüberwachung und Abschiebungen.

Am 07./08.12 treffen sich die Innenminister, um über weitere Verschärfungen von Sicherheitsgesetzen, Abschiebungen nach Syrien und mehr Eingriffsbefugnisse in unsere privaten Daten zu diskutieren.

Wir nehmen diese repressiven Maßnahmen gegen die persönliche Freiheit und Einschränkungen der Rechte für Menschen nicht deutscher Herkunft nicht länger hin.

Wir demonstrieren gegen den Generalverdacht!
Für die Freiheit vor massenhafter Überwachung!
Für ein wirkliches Grundrecht auf Asyl!
UNVERDÄCHTIG

de.indymedia.org/
node/15285


unverdaechtig(at)
systemli.org

09.12.2017 - 09.12.2017
Veranstaltung


20:00 Uhr

Leipzig
Autodidaktische Initiative
Georg-Schwarz-Straße 19
Soli-Konzert in der ADI
Rana Esculenta und Die Versager

Es ist wieder soweit: Wir feiern uns, euch und den Wiederaufbau der nettesten Cocktailbar auf der Georg-Schwarz-Straße.

Ab 17 Uhr gibt es ein paar essbare Kleinigkeiten und Auseinandersetzungen mit dem Thema Entmietung und Verdrängung im Viertel. Die Prozesse rund um die Georg-Schwarz-Straße lassen uns als Laden nicht kalt! Von daher wollen wir die Möglichkeit des Georg-Schwarz-Straßen Wintertreibens nutzen um mit den Nachbar*Innen und Besucher*Innen über Verdrängung im Kiez zu reden und über Möglichkeiten und Gegenstrategien ins Gespräch zu kommen.

Ab 21 Uhr wird die Leipziger Hip-Hop Kombo Die Versager ans Mic steppen und mit chilligen beatz und tighten Texten die ADI zum dancefloor machen. Die Versager: Das sind der Rapper VLW und der DJ My Hoodie is my Castle. Wer sich bereits drauf einstimmen will klicke diesen Link zum Ohrwurm „Angekotzt".
https://mhimc.bandcamp.com/album/angekotzt

Freut euch danach auf Rana Esculenta, eine Kombo, die sich am besten selbst beschreibt…

„Rana Esculenta – Rap und irgendwas mit Frosch und Wasser… Zwei Rapper aus Leipzig: Kalle vom Dach, der sich zusätzlich für alle Produktionen verantwortlich fühlt und Sayes, der keine Gelegenheiten scheut, Freestyles mit in die Setliste aufzunehmen. Das sind Sprünge in Höhen und Tiefen, nach vorne und hinten mit dem Wunsch immer wieder abzuheben und in der Luft zu hängen…. und trotzdem auf dem Boden bleiben.“
Zum schonmal Reinhören bitte hier entlang!
https://ranaesculenta.bandcamp.com/releases

Alles was ihr bei uns vertrinkt und an Eintritt da lasst kommt als Soli Kohle in unseren laufende Ausgaben-Topf, also bringt Durst mit und genießt die Cocktails!
adi-leipzig.net/
party-in-der-adi-
kommt-zahlreich-und-
schwingt-die-hufe/


10.12.2017
Diskussions-
Veranstaltung


17:00 Uhr

Leipzig
Gieszer Lesecafé
Gieszerstrasse 16
Lese- und Diskussionskreis
zu "Jenseits von Staat, Macht und Gewalt" von Abdullah Öcalan

Am 10. Dezember wollen wir uns zum ersten Mal für den Lese- und Diskussionskreis zu „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ von Abdullah Öcalan treffen. Abdullah Öcalan ist einer der Mitbegründer der kurdischen Arbeiterpartei PKK und sitzt seit 1999 in Haft auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali. Dort hat er zahlreiche Schriften verfasst. Unter anderem eben das neueste Werk „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“, in dem der Paradigmenwechsel der PKK beschrieben wird. Die PKK hat sich von einer marxistisch-leninistischen, nationalen Befreiungsbewegung hin zu einer Bewegung entwickelt, in der Demokratie, Geschlechterbefreiung und Ökologie Grundmaßstäbe sind. Demokratie äußert sich in dem Aufbau von basisdemokratischen Rätestrukturen, in denen alle Ethnien und Religionen vertreten sind. Geschlechterbefreiung vor allem in autonomer Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Zu sehen ist diese Praxis in Rojava (jetzt nordsyrische Föderation), einem Gebiet im Norden Syriens, in dem 2012 die Revolution ausgerufen wurde und eben der Aufbau einer demokratischen, geschlechterbefreiten und ökologischen Gesellschaft beginnt. Wie das aussehen kann und was wir davon lernen können, werden wir uns im Lese- und Diskussionskreis erarbeiten.

Am 10. Dezember wollen wir uns erstmals treffen, um organisatorische Dinge zu klären: welche Kapitel wollen wir lesen, was wollen wir diskutieren, in welchem Turnus wollen wir uns treffen und wer braucht ein Buch? Am Ende werden wir noch ein wenig zusammen lesen.
internationalistische Jugend

13.12.2017
Film


20:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Das Kongo Tribunal

BRD/Schweiz 2017, OmU, Dok, 105 min, Regie: Milo Rau


Mit Hilfe eines Tribunals vor Ort im Ostkongo und in Berlin werden die Gründe und Hintergründe für den seit bald 20 Jahren andauernden Krieg im Gebiet der Großen Seen beleuchtet. Dabei entsteht ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Tableau der neokolonialen Weltordnung.

'Das Kongo Tribunal' versammelte die zentralen Akteure und Analytiker des Kongokriegs in Bukavu – der Provinzhauptstadt der vom Krieg am direktesten betroffenen Provinz Süd-Kivu – und wenig später in Berlin, zu einem großen zivilen Volkstribunal, das als Reaktion auf die Passivität der Internationalen Gemeinschaft der jahrzehntelangen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte. Längst geht es nicht mehr um ethnische Gegensätze, sondern vor allem um die Kontrolle über Rohstoffe. Die Toten gehen in die Millionen, die Täter bleiben straffrei. Unter großem Zuspruch der regionalen Bevölkerung entstand ein einzigartiges künstlerisches Großereignis. Mehr als hundert Journalisten aus der ganzen Welt nahmen an den Tribunalen in Ostafrika und Europa Teil, um über das „größenwahnsinnigste Kunstprojekt unserer Zeit“ (Radio France Internationale – RFI) zu berichten.

Der Dokumentarfilm läßt die Ereignisse und Verhandlungstage dieses spektakulären Projektes auf der großen Leinwand lebendig werden. Im Vorfeld der Tribunale führten mehrere Recherchereisen und Drehphasen das Filmteam zu den zentralen Schauplätzen des Konflikts mitten im Bürgerkriegsgebiet. Wir lernen die Menschen und ihre Geschichten kennen: Opfer und Täter, Regierung und Opposition, Militärs und Rebellen, Menschenrechtsaktivisten, lokale Bergleute und Vertreter multinationaler Minenkonzerne. Der Film zeichnet mittels eindringlicher Untersuchungen ein unverschleiertes Porträt dieses gewaltigen Wirtschaftskriegs – seiner ökonomischen und politischen Ursachen genauso wie seines konkreten Gesichts vor Ort. Ein Film über einen Konflikt globalen Ausmaßes, in dem es nicht um Sieg oder Niederlage geht, sondern um die Frage, was uns der Reichtum der ersten Welt eigentlich wert ist und wie lange wir noch bereit sind, an diesem „gut gemeinten Genozid“ teilzunehmen.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


13.12.2017
Info-Veranstaltung


18:00 Uhr

Leipzig
Kulturcafé
Eisenbahnstraße 107
Offenes Treffen
Den eigenen Betrieb organisieren!

Monatliches offenes Treffen der IWW Ortsgruppe (Industrial Workers of the
World). Wir besprechen gemeinsam, wenn es Probleme auf dem Arbeitsplatz
gibt und wie sie zu lösen sind. Einfach vorbeikommen!
IWW Leipzig

wobblies.org/

leipzig(at)
wobblies.org

13.12.2017
Info-Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Meuterei
Zollschuppenstraße
40 Jahre Deutscher Herbst
Zwischen Kontinuität und Zäsur

Die Gefangenen der RAF wurden vor ihren /Selbst/Morden isoliert und gefoltert, sie kämpften unter anderem mit jahrelangen Hungerstreiks dagegen und ihr Antagonismus zum Staat und seinen Behörden verlor bis zum Ende nicht an Vehemenz.
Die Bundesrepublik, in der nach wie vor viele Ämter durch Nazis bekleidet waren, nutzte ihren Kampf gegen den "Terrorismus" für die systematische Aushebelung rechtsstaatlicher Normen: Verhandlungen wurden in Abwesenheit der Angeklagten durchgeführt, den Gefangenen wurde der Kontakt zu ihren Anwält*innen per Gesetz untersagt und mit dem § 129a StGB wurden eigens ein Straftatbestand geschaffen, welcher eine Strafbarkeit im Vorfeld irgendeiner Handlung eröffnet und somit eine konkrete Unrechtshandlung einer*s einzelnen dahinstehen lässt.
40 Jahre später fragen wir uns, welches Gewicht der Deutsche Herbst 1977 und seine Vorgeschichte für die heutige (radikale) Linke noch besitzen. Wir wollen herausfinden, welche Gültigkeit die Aussagen der Gefangenen der RAF für uns heute noch haben und wie wir als (radikale) Linke mit dem heute noch andauernden Kampf der Bundesrepublik gegen den "Terrorismus" umgehen können.
Roten Hilfe Leipzig mit einem Referenten des Netzwerk Freiheit für alle politisehen Gefangenen Hamburg

https://antirepression.
noblogs.org


political-prisoners.net

14.12.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Unter Männern - Schwul in der DDR
+ Gespräch über die homosexuelle Emanzipationsbewegung in der DDR

BRD 2012, deutsche OF, Dok, 94 min, Regie: Markus Stein, Ringo Rösener

Der RosaLinde e.V. lädt in Kooperation mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und der Cinémathèque Leipzig zu einer Gedenkveranstaltung für den Bürgerrechtler und Schwulen-Aktivisten Eduard 'Eddi' Stapel ein.

Am 3. September 2017 verstarb mit Eduard 'Eddi' Stapel einer der wichtigsten Vorkämpfer für die Rechte von Lesben und Schwulen in der DDR und die treibende Kraft hinter der Gründung des gesamtdeutschen Lesben und Schwulenverbandes LSVD. 1982 war er Mitbegründer des Arbeitskreises Homosexualität der Evangelischen Studentengemeinde Leipzig und ab 1985 Angestellter für Schwulen-Arbeit bei der Evangelischen Stadtmission Magdeburg. Von Magdeburg aus gelang Eddi Stapel der Aufbau weiterer Gruppen. Am Ende der DDR gab es in 21 Städten Arbeitskreise. Es war eine republikweite Bewegung für Emanzipation und Bürgerrechte entstanden.
Im Dokumentarfilm 'Unter Männern – Schwul in der DDR' begegnet Regisseur Ringo Rösener sechs schwulen Männern, die in der DDR lebten und die zum Teil erstmals offen über ihre Sexualität sprechen. Nach und nach lassen sie ihn an ihren eigenen persönlichen Geschichten teilhaben und sprechen von ihrem Leben in einem vermeintlich uniformen Staat. Zu diesen Geschichten gehört auch jene von Eddi Stapel.

Im Anschluss an die Dokumentation diskutieren Ringo Rösener (Regisseur des Films), Jörg Litwinschuh (Geschäftsführender Vorstand Bundesstiftung Magnus Hirschfeld), Barbara Wallbraun (freiberufliche Film- und Medienpädagogin) und Volker Beck (MdB a.D. und Gründungsmitglied des LSVD) (angefragt) über die homosexuelle Emanzipationsbewegung in der DDR und das Leben und Wirken von Eduard Stapel.

Moderation: Oliver Strotzer (SPDqueer Sachsen).

Der Eintritt ist frei.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


19.12.2017
Info-Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Conne Island
Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

19.12. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)
OAT

offenesantifatreffen.
blogsport.eu


08.01.2018 - 08.01.2018
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Eisenbahnstr. 125
Gesprächsangebot von Out of Action

Out of Action
ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert. Wir bieten emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und unterstützen einen solidarischen Umgang miteinander auch durch Informationsveranstaltungen.
Am ersten Montag jeden Monats bieten wir ein Gesprächsangebot in der Eisenbahnstraße 125 an. Andere Termine für Gespräche können (verschüsselt) per Mail vereinbart werden.

Für ein solidarisches Miteinander!
Out of Action (Out of Action ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert.)

outofaction.
blackblogs.org/
?page_id=142


outofaction-
leipzig(
at)nadir.org

16.01.2018 - 16.01.2018
Diskussions-
Veranstaltung


18:00 Uhr

Leipzig
Institut fuer Zukunft
An den Tierkliniken 38, Kohlrabizirkus, 04103 Leipzig
Podiumsdiskussion: Alt gegen Jung? Brüche und Kontinuitäten im Werk von Karl Marx
200 Jahre Marx: Klassische Kontroversen, aktuelle Debatten

Eine Podiumsdiskussion mit Michael Heinrich (Berlin) und Christian Schmidt (Leipzig/Berlin). Moderation: Antonella Muzzupappa (Berlin).

Die Debatte über Kontinuitäten und Brüche im Marx'schen Werk ist ebenso alt wie unabgeschlossen. Bereits relativ früh brach in der Rezeption ein Streit um das Verhältnis des jungen zum alten Marx aus. Vielfach wurde und wird die Meinung vertreten, zwischen dem jungen ("philosophisch-humanistischem") und dem alten ("wissenschaftlichem") Marx liege ein radikaler Bruch. Andere vertreten die These einer Einheit des Marx'schen Werkes: dieselben Motive und Themen durchziehen das gesamte Werk von Anfang bis Ende.
In dieser Veranstaltung wollen wir den Argumenten für die These des Bruchs bzw. der Kontinuität nachgehen. Oder ist die Alternative "Kontinuität oder Bruch" insgesamt zu schematisch gedacht? Handelt es sich nicht viel eher um viele, einander überlagernde Kontinuitäten und Brüche? Außerdem wollen wir danach fragen ob es sich nicht einfach um philologische Spitzfindigkeiten einiger Marxologen handelt – oder ob die unterschiedlichen Lesarten tatsächlich verschiedene politische Konsequenzen nach sich ziehen?

Eine Veranstaltung von marx-expedition. In Kooperation mit Kulturraum e.V. - KreV und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.. Grafik von Lea Pauline Kolling.

Facebook: https://www.facebook.com/events/179246059299948/
MarxExpedition

Marx-Expedition.de

01.02.2018 - 01.02.2018
Diskussions-
Veranstaltung


18:00 Uhr

Leipzig
Institut fuer Zukunft
An den Tierkliniken 38, Kohlrabizirkus, 04103 Leipzig
Podiumsdiskussion: Recht und Rechtskritik bei und nach Karl Marx
200 Jahre Marx: Klassische Kontroversen, aktuelle Debatten

Eine Podiumsdiskussion mit Anne-Kathrin Krug (Berlin) und Benno Zabel (Bonn). Moderation: Philipp Lorig (Leipzig) und Elisabeth Niekrenz (Leipzig).

Marx hat zum Themenkomplex "Recht und Staat" keine umfassende Theorie ausgearbeitet. Dennoch gibt es vereinzelt Stellen, an denen sich Marx mit rechts- und staatstheoretischen Fragen befasst. So kritisiert beispielsweise der junge Marx die bestehenden Gesetze mittels eines Ideals des Rechts, das der Vernunft, der menschlichen Natur und dem Prinzip der Gerechtigkeit entsprechen soll. In der Auseinandersetzung mit Hegel verwirft Marx diese Art der idealistischen Rechtskritik und konzentriert sich fortan auf Analyse und Kritik der Ökonomie. Das bürgerliche Recht erscheint jetzt als juristischer Ausdruck der kapitalistischen Produktionsweise. Die universelle Durchsetzung des bürgerlichen Rechts, so ließe sich der späte Marx zuspitzen, ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems kapitalistischer und staatlicher Herrschaftsverhältnisse. In der Veranstaltung wird zunächst auf den Unterschied zwischen der frühen und der späten Rechtskritik von Marx eingegangen. Mit Bezug auf den sowjetischen Rechtstheoretiker Eugen Paschukanis soll dann die Frage geklärt werden, wie im Kapitalismus ökonomischer Zwang und politische Freiheiten miteinander verschränkt sind: Welche Rolle spielen Freiheit, Gleichheit und Eigentum für die Reproduktion von Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen? Und warum benötigt eine Analyse der kapitalistischen Produktionsweise überhaupt einen Begriff des bürgerlichen Rechts? Im Anschluss daran wird nach aktuellen Positionen einer kritischen Rechtsphilosophie gefragt, die über Marx und Paschukanis hinausgehen. Zum Abschluss soll es auch um die Frage gehen, inwiefern ein "Jenseits des Rechts" möglich und wünschenswert ist: Sind postkapitalistische Gesellschaften rechtsfreie Räume?

Eine Veranstaltung von www.marx-expedition.de. In Kooperation mit Kulturraum e.V. - KreV und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.. Grafik von Lea Pauline Kolling.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1915246952070261/
MarxExpedition

Marx-Expedition.de

7.12.2017

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