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19.10.2017 - 19.10.2017
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
IfZ
An den Tierkliniken 38-40, 04103 Leipzig
Christian Schmidt: Zur Ideengeschichte des Kommunismus
„Vorwärts und nicht vergessen“ – Zu Folgen, Aktualität und kritischer Rezeption der Oktoberrevolution

Revolution und Erlösung.
Dass die Theologie dem Historischen Materialismus auf zwar verborgene, aber doch entscheidende Weise zu Diensten sein soll, war nicht nur die leitende Idee von Benjamins Thesen über den Begriff der Geschichte. Der Verdacht, ein theologischer Rahmen präge die linken Revolutionsprojekte, wurde auch benutzt, um sie als krypto-religiöse Projekte mit Zielen, die nicht von dieser Welt sind, zu diffamieren. Und tatsächlich kennzeichnet die post-sowjetische Gefühlswelt, wie sich den von Swetlana Alexijewitsch aufgezeichneten Protokollen entnehmen lässt, die Erfahrung eines Verlusts höheren Ziels – von etwas, das größer ist als die sprichwörtlichen Bananen. Der Vortrag soll zeigen, wie zweifelsohne Hegels Geschichtsphilosophie theologische Konzepte an die Russische Revolution vererbt hat, die heute zu solchen Verlusterfahrungen führen. Aber entgegen einer verbreiteten Diagnose bezieht sich dieses Erbe auf das politische Wissen, das in der theologischen Tradition vorhanden ist, und nicht auf eine übersinnliche Kenntnis vom vorgezeichneten Lauf der Geschichte. Hegel und die Marxisten wussten ziemlich gut, dass ein historisches Projekt wie die Revolution ein Ziel voraussetzt, das in der gegenwärtigen Welt schon vorhanden ist, deren Wirklichkeit aber auf tiefgreifende Weise umgestalten soll. Ideen wie Freiheit und Gerechtigkeit beschwören das Bild einer anderen Welt herauf, die von Unterdrückung und Ausbeutung befreit ist. Wie die religiösen Bewegungen vor ihnen mussten daher auch die Revolutionärinnen und Revolutionäre eine Gemeinschaft begründen, die sich ganz ihrem historischen Ziel verschrieb, um die Vision der Erlösung von den ausgemachten Übeln zu erreichen. Die kommunistische Partei war der Versuch eine kämpfende Organisation zu schaffen, die einen solchen universalistischen Anspruch verwirklichen sollte. Sie krankte aber an all den Problemen – wie Dogmatismus und Fanatismus – die militanten religiösen Bewegungen bereits bekannt waren. Der Grundgedanke des Vortrags ist es daher, die Politische Theologie nicht als allzu leichtes Argument gegen die Idee des Kommunismus in Stellung zu bringen, sondern sie als reichhaltige Quelle einer komplexen Analyse der Probleme kommunistischer Politik und ihrer Organisationsformen zu verstehen.
_______________________
Zur Veranstaltungsreihe:

Im Jahr 2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum hundertsten Mal. Für das bürgerliche Feuilleton und den Kulturbetrieb ist dieses Jubiläum ein Anlass für zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen. Dabei zeichnen sich zwei Tendenzen ab: Einerseits wird eine Schreckensgeschichte gezeichnet, die von der "kommunistischen Idee" bis ins Gulag führt. Andererseits wird die Oktoberrevolution in das Feld der Kultur überführt: Man findet diese oder jene Formensprache interessant und bleibt dabei unverbindlich. Demgegenüber wollen wir in einer Veranstaltungsreihe eine andere Auseinandersetzung führen. Als Menschen, die die gegenwärtige Gesellschaftsform in Frage stellen, setzen wir uns mit einem Teil der Geschichte der kommunistischen Bewegung auseinander. Unabhängig davon, wie man selbst zum Bolschewismus und zur Sowjetunion steht: Wer sich als Kommunistin bezeichnet wird mit ihnen in Verbindung gebracht. Wenn wir versuchen, selbst zu einer Einordnung der Oktoberrevolution zu kommen, sind für uns folgende Fragen relevant: Welche Analysen und Theorien legten die Revolutionäre jener Zeit ihrem Handeln zu Grunde? Mit welchen materiellen Bedingungen waren sie konfrontiert und vor welche Probleme waren sie gestellt? Welche Konfliktkonstellationen waren für diesen historischen Abschnitt kennzeichnend? Welche Interessen machten sich innerhalb der kommunistischen Bewegung geltend und inwiefern waren diese zum Teil selbst widersprüchlich? Wie stellte sich das Verhältnis von revolutionärer und konterrevolutionärer Gewalt dar? Diese und ähnliche Fragen wollen wir im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe mit euch diskutieren. Wir werden sie sicherlich nicht abschließend beantworten können - die Auseinandersetzung mit der Geschichte und der Aktualität des Kommunismus wird ohnehin nicht mit dem Jubiläumsjahr 2017 abgeschlossen sein.
Kulturraum e.V.; Sassulitsch Gruppe; the future is unwritten

vorwaertsundnichtvergessen.
wordpress.com/


19.10.2017
Info-Veranstaltung


19:30 Uhr

Halle/Saale
tba.
Die identitäre Bewegung in Halle – eine faschistische Theater AG

Sie gerieren sich als Helden und Opfer gleichzeitig. Die Kreuze können kaum breiter werden, wenn sie in Mobi-Videos dazu aufrufen, Berlin oder sogar Europa zu verteidigen. Der hochprofessionellen Inszenierung ihres Widerstandes steht zum Glück nur eines entgegen: die Realität. Der Vortrag soll aufzeigen, inwiefern die identitäre Bewegung in Halle (namentlich bekannt unter dem Label „Kontrakultur“) nichts weiter macht, als eine mediale Blase nach der anderen zu generieren. Die Lobhudeleien in den eigenen Filterblasen können jedoch die Erfahrungen in der Realität nicht aufwiegen, weshalb die nächste Illusion schon in Wartestellung lauert, bevor die eine sich noch gar nicht aufgelöst hat. Der Vortrag soll die Identitäre Bewegung in Halle „entzaubern“ – speziell für die, die sich gerade neu in Halle einfinden.
https://kickthemout.
noblogs.org/


19.10.2017
Info-Veranstaltung


20:00 Uhr

Leipzig
UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Str. 12a
GlobaLE Kino: Shadow War in the Sahara

Film und Diskussion: "Shadow War in the Sahara", Frankreich / 2014 / 52 min / Bob Coen und Eric Nadler / original mit UT (oder evtl. dt. Version) Anschließend Diskussion u.a. mit Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung.

"Schattenkrieg in der Sahara" erforscht die wahren Hintergründe des Mali-Konflikts und legt dar, welche Interessen sich hinter der Destabilisierung einer ganzen Region verbergen. Wird die Sahara im 21. Jahrhundert zum Schlachtfeld eines drohenden Krieges um Ressourcen? Der Film analysiert die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Parteien in diesem Konflikt um Erdöl, Erdgas, seltene Erden und unter dem Wüstensand verborgene Wasserreservoirs.

Die Spurensuche führt vom Einsatzgebiet der französischen Armee in die Salons der Londoner Bankiers, von den Flüchtlingslagern in Burkina Faso bis ins Pentagon. In der Sahara, von Libyen bis Mali, haben längst neue Kriege um wertvolle Ressourcen begonnen.
Attac Leipzig

globale-leipzig.de

19.10.2017

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