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weitere Infos & organisierende Gruppe

19.02.2019
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Pögehaus
Hedwig Straße 20
Wake me up before you Koko.
Nach dem Ende der Kohlekommission. Perspektiven aus der Klimagerechtigkeitsbewegung

Endlich hat die Kohlekommission ihre Ergebnisse veröffentlicht. Nach monatelangem Ringen um den Kohleausstieg liegen in Form des Berichts Zahlen und Empfehlungen an die Politik vor zur Umsetzung eines Kohleausstiegs. Doch was steckt hinter diesen Zahlen, wie sind diese zustande gekommen? Was bedeuten diese für die Kohlereviere in Deutschland, die Menschen, die dort leben und ggf. noch zwangsumgesiedelt werden sollen? Was bedeuten die Ergebnisse für die 1,5 Grad-Grenze, Klimagerechtigkeit und den Hambacher Forst?

Wir diskutieren mit Fabian Hübner, Referent für Kohle- und Energiepolitik, und Ruth Krohn, aktiv in den Bündnissen "Pödelwitz bleibt!" und "Alle Dörfer bleiben!" über die Hintergründe der Kohlekommission und was die Ergebnisse für die Klimagerechtigkeitsbewegung heißen können. Nach einem kurzen Überblick über die Entstehung, Arbeitsweise und Ergebnisse der Kohlekommission, werden wir uns der Frage widmen was eine bewegungsstrategische Perspektive sein kann.
Bündnis Pödelwitz Bleibt

http://www.bund-sachsen.de/poedelwitz_bleibt
21.02.2019
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Tipi im Westwerk
Karl-Heine-Strasse 85-93
Die Treuhand - Fluch oder Segen im Osten Deutschlands?

Die Treuhandanstalt war eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Als »größtes Unternehmen der Welt« führte sie einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Zwischen kollabierendem Realsozialismus und sich globalisierendem Kapitalismus überführte ihr Personal die »volkseigenen« Betriebe der DDR vom Plan zum Markt. Verkäufe an zumeist westdeutsche Investoren, Branchenabwicklungen und Massenentlassungen prägten ihre krisengeschüttelte Geschäftspraxis nicht weniger als wütende Proteste, politische Kontroversen und öffentliche Skandale.

Marcus Böick (Autor, Ruhr-Universität Bochum) lieferte die erste zeithistorische Untersuchung zur Treuhandanstalt, ihrem Personal und ihrem so vielschichtigen wie widersprüchlichen Arbeitsauftrag.

Wir wollen an diesem Abend fragen:
Wie ist das Treuhand-Modell entstanden? Hätte es andere Alternativen gegeben? Was trieb das Personal der Treuhandanstalt an?
Lassen sich durch das Agieren der Treuhand langfristige Auswirkungen auf die ostdeutsche Bevölkerung erkennen, wenn ja welche? Wird die Treuhand von Ostdeutschen mit als eine Institution angesehen wird, die auch die Innere Einheit der BRD gebremst hat? Welche Schlüsse sollte die Politik aus den Ergebnissen der Studie und des Buches ziehen?

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

sachsen.rosalux.de

21.02.2019
Diskussions-
Veranstaltung


20:00 Uhr

Erfurt
Offene Arbeit Erfurt
Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus
Erich Mühsam und die Bairische Revolution "Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat"

Vortrag und Diskussion mit Peter Seyferth

Erich Mühsam (1878-1934) war ein Bohèmien, der literarisches und politisches Streben miteinander verband: als Zeitschriftenherausgeber, als Autor, als Kommunarde und als Revolutionär. Inspiriert von Pjotr Kropotkin und Gustav Landauer agitierte er für einen Anarchokommunismus, der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ohne Staat und Kapitalismus verwirklichen sollte. Als einer der Initiatoren der Münchner Räterepublik wurde er von Reaktion und Sozialdemokratie in Festungshaft gesteckt, von Kommunisten enttäuscht und schließlich von Nazis im KZ ermordet.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
Bildungskollektiv Biko

biko.arranca.de/

28.02.2019
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Linxxnet
Brandstr. 15
Leichen im Keller. Human Remains aus kolonialen Kontexten

Im Zuge des 2010 gegründeten „Human Remains Project“ der Charité wurden sterbliche Überreste aus anthropologischen Sammlungen in Deutschland an Namibia (2011, 2014), Australien (2013, 2014) und Paraguay (2012) zurückgegeben; für 2018 war eine weitere Rückgabe nach Namibia geplant. Müssen menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten immer an ihren Ursprungsort zurückgeführt werden? Oder sollten diese der Forschung zur Verfügung gestellt werden? Wer entscheidet, ob es sich um einen „Unrechtskontext“ handelt, der zu einer ethisch begründeten Repatriierung der Human Remains in das Herkunftsland führen kann? Diesen aktuell zunehmend in der Öffentlichkeit diskutierten Fragen nähert sich die Historikerin Kathleen Rahn in ihrem Vortrag an. Neben einem Überblick zur Geschichte des Sammelns menschlicher Überreste in Deutschland und Europa werden rechtliche und ethische Grundsätze des Umgangs mit Human Remains für Museen und Sammlungen vorgestellt.
AG Postkolonial (Engagierte Wissenschaft e.V.)

leipzig-postkolonial.de/

28.02.2019
Diskussions-
Veranstaltung


20:00 Uhr

Erfurt
Offene Arbeit Erfurt
Allerheiligenstraße 9, Hinterhaus
Ablösung der öffentlichen Gewalt durch gesellschftliche Bünde - Gustav Landauer und die bairische Revolution

Vortrag und Diskussion mit Siegbert Wolf
Gustav Landauer (7. April 1870 Karlsruhe - 2. Mai 1919 München-Stadelheim) gehört, neben Erich Mühsam, bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Sein Denken und Handeln war maßgeblich von den Werten der Freiheit, sozialen Gerechtigkeit und Emanzipation bestimmt. Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, genoss Gustav Landauer hohes Ansehen. Er agierte als (Anti-)Politiker, Kultur- und Sprachkritiker sowie Initiator zahlreicher anarchistischer Projekte („Sozialistischer Bund“ u.a.). Seine ausformulierte Konzeption eines libertären und föderativen Sozialismus - Stichwort: kommunitärer Anarchismus - gehört in das Zentrum seines Denkens und Handelns.
Die revolutionäre Umwälzung im November 1918 wurde von Gustav Landauer ausdrücklich begrüßt. Kurt Eisner, erster Ministerpräsident der neuen bayerischen Republik („Freistaat Bayern“), bat ihn, „durch rednerische Betätigung an der Umbildung der Seelen mit(zu)arbeiten.“ Während der Revolution von 1918/19 engagierte sich Landauer von München aus für eine freiheitliche Umgestaltung der Gesellschaft. Dort wirkte er als treibende Kraft in den bedeutenden Rätegremien. Unablässig warb er für ein föderatives und dezentrales Rätesystem. Während der ersten baierischen Räterepublik im April 1919 agierte er als „Volksbeauftragter für Volksaufklärung“, sprich: Kulturminister. Anfang Mai 1919 wurde er im Zuge der Niederschlagung der Revolution brutal ermordet.
Der Vortrag rückt Gustav Landauers libertäre Bemühungen für eine freiheitliche und sozial gerechte Gesellschaft jenseits von Nationalstaat, Kapitalismus und Großindustrialismus während der Revolution 1918/19 in den Vordergrund.

Eine Veranstaltungsreihe des Bildungskollektives zu 100Jahre Bairische Räterepublik. In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen
Bildungskollektiv Biko

biko.arranca.de/

19.02.2019

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