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Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

27.03.2017
Info-Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung


18:00 Uhr

Leipzig
Kollektivhaus Wurze
Wurzner Straße 2
Transport Layer Security
– alles was Du jemals über das gebräuchlichste Kryptosystem wissen wolltest.

Kommenden Montag ist Hanno Böck zu Besuch in der T*-Stunde, dem wöchentlichen Technikhilfeabend mit Tee und Keksen in der Wurze. Er bringt besonders intime Kenntnisse zum TLS-System, Linux (bzw. Freie Software), World Wide Web, Fuzzing (bzw.
der Abschaffung von Sicherheitslücken) mit. Ein erfahrungsgemäß eher familiärer Rahmen ermöglicht vermutlich eine sehr interaktive Veranstaltung.
hboeck.de

wurze.de

29.03.2017
Diskussions-
Veranstaltung, Lesung


20:00 Uhr

Leipzig
Meuterei//Skorbut- Tresen
Zollschuppenstr. 1
Lesung und Diskussion zu Bankraub und Enteignung
"Glaubt mir, die Welt wird euch nichts schenken. Wenn ihr ein Leben wollt, so stehlt es." Lou Andrea-Salomé

!!! Achtung, geänderte Uhrzeit !!!

An diesem Abend laden wir euch auf eine Spurensuche ein.
Wir lesen Fragmente einer Geschichte des Bankraubs und anderer Enteignungsstrategien. Dabei spannen wir einen Bogen von Gedanken zur "individuellen Enteignung" in der anarchistischen Bewegung des späten 19. Jahrhunderts über die populäre Zeit des "politisch motivierten" Bankraubs in den 70ern bis zu situationistisch inspirierten Aneignungen von Gefängnisplänen in den 80ern und fragen:

In welchem historischen und politischen Kontext steht ein Bankraub oder Diebstahl heute?

Wir wollen uns erinnern an eine Zeit, in der das Geld in Massen für damalige Bewegungen angeeignet wurde und wir wollen uns fragen,was es bedeutet, wenn dasselbe stattdessen nach einem 8-Stunden-Tag von staatlichen Institutionen in Anträgen höflich erfragt wird.
Wir wollen mit euch diskutieren, welche Strategien und Alternativen es für uns in der Zukunft geben kann.
http://meuterei.blogsport.de/
30.03.2017
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Straße 12A
Dabei bleiben - alles eine Frage der Organisierung?!
Risiken und Nebenwirkungen von (politischer) Lohnarbeit

Politisch aktiv trotz, durch oder ohne Lohnarbeit? Arbeiten wir möglichst wenig, um viel Zeit zu haben, bezahlt in linksradikalen Projekten oder landen wir irgendwann in den Parteien, NGO’s oder Gewerkschaften? Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen und darüber sprechen, wie wir arbeiten und welche Widersprüche und Freiheiten die verschiedenen Varianten mit sich bringen.

Zur Veranstaltungsreihe

Der Beginn eines Lohnarbeitsverhältnisses oder der Sorgetätigkeit für Kinder scheint das natürliche Ende des eigenen Engagements in linken Zusammenhängen zu sein. Zeitmangel, Stress und fehlende Rücksicht auf diese Lebenssituationen machen es vielen politisch Engagierten sehr schwierig weiter aktiv zu sein. Resultat ist die Wahrnehmung der Linken als einer Jugendbewegung. Dies liegt auch daran, dass politische Organisierung häufig mit Vollzeitaktivismus gleichgesetzt wird, der aber unglaublich zeitaufwendig und so auch mit wenig Anderem vereinbar ist. Die Linke wird nicht nur als Jugendbewegung wahrgenommen, sie scheint auch eine solche zu sein, wenn sie thematisch und organisatorisch nicht auf Menschen eingeht, die Studium und Ausbildung abgeschlossen haben.

Entlang mehrerer Veranstaltungen zu Themen wie Lohnarbeit, Kindern und Familie und Arbeitsdruck in linken Zusammenhängen, wollen wir einen Ort schaffen, an dem wir linken Lebenswegen lauschen und herausfinden warum es manchen gelingt dabei zu bleiben, woran das liegt – und warum andere aus linken Zusammenhängen rausfallen. Wir wollen Erfahrungen austauschen und genau darüber reden was scheinbar selten Teil einer Plenumsdiskussion ist. Dabei ist uns gerade der Austausch von unterschiedlichen „Bewegungsgenerationen“ ein Anliegen. Denn wenn sich Menschen aus linken Zusammenhängen zurückziehen, dann gehen nicht nur die Erfahrungen mit sich verändernden Lebensrealitäten verloren, sondern auch viel Bewegungswissen. Dabei soll es natürlich nicht beim Erfahrungsaustausch bleiben. Darüber hinaus wollen wir überlegen, was wir in Leipzig brauchen, damit linke Zusammenhängen offen für sehr unterschiedliche Lebenssituationen sind.

Wir bieten während des Salons eine Kinderbetreuung an. Wenn ihr Kinder mitbringt, schreibt uns doch vorher eine Mail! (dabeigeblieben@riseup.net)
Leipziger Salon gegen den Ausstieg

dabeibleiben.
noblogs.org/


dabeigeblieben(at)
riseup.net

03.04.2017
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Eisenbahnstrasse 125
Gesprächsangebot
Jeden 1. Montag im Monat 19:00-20:30 Gesprächsangebot

Out of Action
ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert. Wir bieten emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und unterstützen einen solidarischen Umgang miteinander auch durch Informationsveranstaltungen.
Out of Action (Out of Action ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert.)

outofaction.
blackblogs.org/


06.04.2017
Info-Veranstaltung


20:30 Uhr

Leipzig
Pöge Haus
Hedwigstraße 20
„Die Repression gegen Kurden in Deutschland“

Vor 24 Jahren erließ der damalige CDU-Innenminister Manfred Kanther ein Betätigungsverbot gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK in Deutschland. Somit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, eine politische ausländische Partei und deren Mitglieder und SympathisantInnen mit einer umfangreichen und fortwährenden Repression zu überziehen.

Anders als der gesunde Menschenverstand es erwarten lässt, wurden nicht etwa die Kriegsverbrechen und Giftgaseinsätze der türkischen Regierung gegen das kurdische Volk durch die Bundesregierung benannt und kritisiert, vielmehr war man auf Drängen des heutigen Nato-Partners bemüht, diesen nicht zu verärgern. Trotz der rassistischen Hetze gegen und Unterdrückung der KurdInnen in der Türkei, wurde hierzulande ein Klima gegen KurdInnen geschaffen, dass ebenfalls in rassistischer Hetze gipfelte. Mag sich die öffentliche Meinung gegenüber KurdInnen und der PKK im Zuge der faschistischen IS-Mörderbanden geändert haben, die Bundesregierung hält nach wie vor an ihrer Linie fest, die PKK als ausländische terroristische Organisation einzustufen. Die Repression gegen kurdische GenossInnen gipfelt momentan in mehrere Anklagen und Gerichtsverfahren, in denen Genossen unter den fadenscheinigen Gründen verfolgt und inhaftiert werden.

Um einen Überblick darüber zu bekommen, wie das PKK-Verbot mit den aktuellen Repressionen gegen kurdische AktivistInnen zusammenhängt, veranstaltet die Rote Hilfe Leipzig einen Vortrag. Ziel soll es dabei sein zu klären, welche Verfahren gegen KurdInnen in Deutschland wegen vermeintlicher PKK-Mitgliedschaften aktuell geführt werden. Wo sitzen welche Leute in Untersuchungshaft? Was hat die Lage in der Türkei mit deutschen Strafverfahren gegen KurdInnen zu tun? Wie kann man den Betroffenen Solidarität zukommen lassen? All diese Fragen wird die Strafverteidigerin Britta Eder aus Hamburg versuchen zu beantworten. Sie selbst ist als Anwältin in Verfahren wegen angeblicher PKK-Mitgliedschaften aktiv und seit über 10 Jahren an der Unterstützung der kurdischen Sache engagiert.

Britta Eder ist seit 2016 weiterhin eine maßgebliche Mitinitiatorin einer Menschenrechts-Klage gegen Tayyip Erdoğan. Der türkische Präsident soll hierbei für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen werden, die er mit Massakern in Kurdistan und der Zerstörung kurdischer Städte zu verantworten hat.

Almanya’da Kürtlere karşı baskı

24 yıl evvel, o zamanki CDU’lu İçişleri Bakanı Manfred Kanther Kürdistan İşçi Partisi PKK‘ ye karşı Almanya’da faaliyet yasağını yürürlüğe koydu. Alman Hükümeti bunu yabancı politik bir Parti ve onun üye ve sempatizanlarını kapsamlı ve devamlı baskıları için kanuni kılıf olarak kullandı. Mantıklı insanların beklentilerinin tersine, Türk hükümetinin Kürtlere karşı işlediği savaş suçları ve zehirligaz kullanımını eleştirmek yerine, bugünkü NATO-PARTNER’ini kızdırmamak için uğraştı. Türkiye’de Kürtler baskı altında tutulmalarına rağmen, burada öyle bir klima yaratıldıki, sadece ırkçı kışkırtmalarla zirve yaptı. Kürtler ve PKK’nın faşist IS Katillerine karşı mücadelesinden dolayı kamuoyu görüşünü değiştirmiş olmasına rağmen Federal Hükümet PKK’yi terör örgütü olarak sınıflandırmaya devam ediyor. Kürt yoldaşlara karşı uygulanan baskılar açılan bir sürü dava, ve bu davalarda asılsız suçlamalarla kovuşturulup tutuklamalarla zirve yapmış durumdadır.

Leipzig yerel grubu ile birlikte PKK yasağının Kürt aktivistlerine karşı uygulanan Baskılarla nasıl bir etkisi-bağlantısı olduğuna dair bir Konferans serisi düzenliyoruz. Almanya’da aktüel olarak Kürtlere karşı sözde PKK Üyeliği üzerinden hangi işlemler yapılmaktadır? Kimler tutukludur? Türkiye’deki durumun Almanya’da Kürtlere karşı açılan ceza soruşturmaları ile ne gibi bir bağlantısı var? Durumdan etkilenenlerle dayanışmak için neler yapabiliriz?

Bu ve benzeri soruları Hamburg’lu Avukat Britta Eder cevaplayacak. Britta PKK davalarında Kürtleri savunduğu gibi, 10 seneden fazladır kürt sorununda milleti destekliyor ve aktiftir.

06.04.2017 - 20.30 Uhr - Pöge Haus, Hedwigstraße 20, Leipzig
Rote Hilfe (Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Leipzig)
Rote Hilfe Leipzig

antirepression.
noblogs.org/


leipzig(at)
rote-hilfe.de

11.04.2017
Info-Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Conne Island
Koburger Straße 3, 04177 Leipzig
Infoveranstaltung: Gegenmobilisierung zum Naziaufmarsch am 01.Mai 2017 in Halle

Für den 01. Mai 2017 hat die Neonazi-Partei "Die Rechte" eine Demonstration zum sogenannten "Arbeiterkampftag" in Halle/Saale angemeldet. Die bisher aufrufenden Gruppen lassen eine Anreise mehrerer Hundert militanter Neonazis aus ganz Deutschland erwarten.

Antifaschistische Gruppen aus Halle möchten mit einer entsprechenden antifaschistischen Gegenmobilisierung den Naziaufmarsch verhindern. In einer Informationsveranstaltung soll ein Überblick zu den rechten Akteuren gegeben werden. Außerdem wird über den geplanten Gegenprotest informiert und dazu eingeladen das Tagesgeschehen am 01. Mai 2017 in Halle aktiv zu gestalten.

Die Veranstaltung findet im Backstage, 1. Etage Vorderhaus, des Conne Islands statt.
Antifaschistische Gruppen aus Halle

14.04.2017
Film


19:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
Ein deutsches Leben
mit Diskussion

Im Anschluss Gespräch über die Parallelen und Unterschiede früherer und heutiger rechter Rhetoriken mit Robert Feustel, Politikwissenschaftler, Publizist und Mitherausgeber des "Wörterbuch des besorgten Bürgers", das 2016 im Ventil Verlag erschienen ist.

Österreich 2017, deutsche OF, Dok, 113 min, Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer, Roland Schrotthofer, Olaf S. Müller

Brunhilde Pomsel sagt, sie habe von nichts gewusst. Als Sekretärin von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels habe sie "ja nichts getan als bei ihm getippt". Pomsel war auch bei Goebbels Ausrufung des "totalen Krieges" im Berliner Sportpalast anwesend und die letzten Tage des Nazi-Reichs erlebte sie im Keller des Reichspropagandaministeriums. Doch vom Holocaust will sie nichts erfahren und mitbekommen haben.
Wie Pomsel auf ihre Vergangenheit zurückblickt, sich als "Randfigur" des Geschehens beschreibt und Einblicke in die Abläufe im nationalsozialistischen Machtzentrum gibt, wurde von den Regisseuren in konzentrierten Schwarz-Weiß Bildern festgehalten. Neu erschlossenes Archivmaterial aus dem US Holocaust Memorial Museum und dem Steven Spielberg Film and Video Archive ergänzten die Interview-Passagen.

In ihrem Unvermögen und ihrer Weigerung, Schuld einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen, steht Pomsel sinnbildhaft für den mehrheitlichen Umgang der Deutschen mit dem Holocaust.
Die ignoranten und abwertenden Aussagen Pomsels sind in Zeiten, in denen rechte Einstellungen immer mehr Zuspruch erhalten von beklemmender Aktualität.

"Frau Pomsel steht für Millionen andere, Millionen Mitläufer, die dieses System ermöglicht haben" Christian Krönes, Regisseur


Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


26.04.2017
Film


20:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
Pornographie und Holocaust – STALAGS
m. Einführung

Israel 2008, OmU, Dok, 63 min, Regie: Ari Libsker


Der Film beschreibt ein bizarres Phänomen der israelischen Popkultur: Sadomasochistische Holocaust-Pornographie von jüdischen AutorInnen für ein jüdisches Publikum, die zeitgleich mit dem Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel einen enormen Erfolg feierte.

Israel, Anfang der 1960er-Jahre: Unter enormem Medieninteresse beginnt in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptorganisatoren der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Im Verlauf des Prozesses wird detailliert und öffentlich das Leid von Juden und Jüdinnen in den Konzentrationslagern der Nazis diskutiert, die dort stattgefundenen Grausamkeiten werden Teil der öffentlichen Debatte.
Zur gleichen Zeit erlebt die Porno-Literatur im Land einen Popularitätsschub, und zwar in Form eines ganz besonderen Genres: den “Stalag”-Heftchen. Diese erotischen Groschenromane formulierten - in steigernder Explizität - sadomasochistische Fantasien um männliche Kriegsgefangene und weibliche Nazioffiziere in deutschen Lagern, mit einem stetig wiederkehrenden plot: Ein alliierter Soldat wird im 2. Weltkrieg in einem deutschen Stammlager („Stalag“ ) von Frauen der SS gefoltert und vergewaltigt – bis er sich an seinen PeinigerInnen auf ebenso grausame Weise rächt.

Der Film behandelt diesen doppelten, miteinander in Verknüpfung stehenden Tabubruch. Erstmals gibt es in der damals sehr puritanischen Gesellschaft Israels pornografische Literatur und gleichzeitig sind diese Heftchen neben dem Eichmann-Prozess die erste öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust. In Gesprächen mit VerlegerInnen, AutorInnen und JournalistInnen fragt Regisseur Ari Libsker nach den Gründen für die damalige Popularität der Stalag-Heftchen in der israelischen Gesellschaft und verwebt die mit präziser Kamera gefilmten Interviews geschickt mit Archivbildern.

Mit einer Einführung unter dem Titel "Ein Meer der blauen Nummern. Zur Wahrnehmung von Holocaust-Überlebenden in Palästina/Israel 1945-1961" von Sebastian Paul, Diplom-Pädagoge und Künstler.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


27.04.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
Remake, Remix, Rip-Off
Reihe: Türkei - Zensur und Widerstand

Im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Cem Kaya über die ambivalente Geschichte der türkischen Filmindustrie und ihre Akteur*innen.

Am 16. April 2017 wird in der Türkei über eine Verfassungsänderung abgestimmt, die dem amtierenden Präsidenten noch mehr Macht verschaffen wird, als er sie bereits jetzt ausübt. Dabei zeigen die Einschüchterungsversuche schon jetzt erschreckende Ausmaße. Dass in Deutschland ebenfalls Bespitzelungen und Angriffe auf politische Gegner*innen erfolgen, ist ebenso bedenklich, wie die Großveranstaltungen, auf denen prominente Vertreter der AKP für ein Ja zur Verfassungsänderung werben. Der Ausgang des Referendums ist offen, allerdings ist zu befürchten, dass die systematische Ausschaltung der politischen Opposition die Chancen für eine Mehrheit des NEINs verringern werden.

Die Reihe Türkei: Zensur und Widerstand widmet sich in unregelmäßigen Abständen der Geschichte und Gegenwart der Türkei und den historischen Kontinuitäten politischer Einflussnahme auf unterschiedliche Lebensbereiche.

Den Auftakt bildet der Dokumentarfilm REMAKE, REMIX, RIP-OFF von Cem Kaya: Die türkische Filmindustrie „Yeşilçam“ gehörte in den 60er und 70er Jahren mit bis zu 350 „Neu“-Erscheinungen pro Jahr zu den produktivsten der Welt und das, obwohl es weder Filmschulen noch angemessene Ausrüstung gab und die gesamte Branche einer strengen Zensur-Behörde unterstand. Mit der amerikanischen und europäischen Konkurrenz konnte man eigentlich nicht mithalten und deswegen gingen die wenigen Regisseure und Drehbuchautoren auf eigene Weise kreativ-imitierend mit den großen Hollywood- Vorbildern um: Ob „Der Exorzist“, „Star Wars“ oder „Rambo“, es wurde kaum ein Hit ausgelassen, der nicht einem Remake unterzogen, kopiert und auf den Geschmack des Publikums angepasst wurde. Neben einer Handvoll Autorenfilme entstanden so türkische Superheldenfilme, pseudo-historische Sandalenschmonzetten, türkische Thriller, anatolische Western, Komödien und schließlich Hardcore-Pornos. In einer Zeit, die global und lokal durch den Kalten Krieg, Studierendenproteste, politische Unruhen und Zensur definiert wurde, versuchten die (ausschließlich männlichen) Regisseure von Yeşilçam, die Kluft zwischen kommerziellen Produktionen und ihren eigenen künstlerischen zu schließen. Mit dem Aufkommen des Fernsehens Mitte der 70er Jahre und dem Militärputsch 1980 begann der Niedergang Yeşilçams. Viele sozialkritische Filme wurden beschlagnahmt und zerstört. Bis heute werden Filme von Regisseuren wie Yılmaz Güney nicht öffentlich gezeigt. Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Abriss des ältesten Kinos in Istanbul im Jahr 2013, nur wenige Wochen vor Beginn der Gezi-Proteste.
Der Film gibt einen Einblick in die historischen Kontinuitäten politischer Einflussnahme auf die Filmproduktion der Türkei. Die politische Kontrolle über die Filminhalte und der ökonomische Druck haben die Arbeit der Filmschaffenden in der Türkei über die Zeit hinweg maßgeblich beeinflusst.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


08.05.2017
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Eisenbahnstrasse 125
Gesprächsangebot
Jeden Diesen Monat um einen Montag verschoben! Sonst:1. Montag im Monat 19:00-20:30 Gesprächsangebot

Out of Action
ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert. Wir bieten emotionale erste Hilfe für betroffene Einzelpersonen und Gruppen an und unterstützen einen solidarischen Umgang miteinander auch durch Informationsveranstaltungen.
Out of Action (Out of Action ist eine Gruppe von Aktivist_innen, die über die psychischen Folgen von Repression und Gewalt im Kontext von linkem politischen Widerstand informiert.)

outofaction.
blackblogs.org/


27.03.2017

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