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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Termine aus Leipzig
 

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date, time, location, Aktionsform

Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

22.06.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46 / Südplatz, 04275
Zwischen den Stühlen
+ Gespräch

Anschließend Gespräch mit Vertreter*innen der Initiative Kritisches Lehramt Leipzig – Kritische Lehrer*innen Leipzig.

BRD 2016, deutsche OF, Dok, 102 min, Regie: Jakob Schmidt

Nach dem theoriedominierten Lehramtsstudium folgt in Deutschland für die angehenden Lehrer*innen mit dem Referendariat der praktische Teil ihrer Ausbildung.
Eine Bewährungsprobe, die sich im Spannungsfeld zwischen Bewerten und Bewertet-Werden bewegt: Sie lehren, während sie selbst belehrt werden, Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden.
Der Weg ins Referendariat kann dabei sehr unterschiedlich sein. Während einige aus Mangel an Alternativen diesen Berufsweg wählten und andere die Aussicht auf eine solide Anstellung schätzen, handeln wieder andere aus vollster Überzeugung. Doch für alle endet das Referendariat an einem Punkt, wo sie zu Vertreter*innen eines Systems werden, das jeden einzelnen von uns geprägt hat.

Zwischen den Stühlen begleitet drei von ihnen auf ihrem steinigen Weg zum Examen. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm gibt einen einfühlsamen wie humorvollen Blick hinter die Kulissen des Systems Schule und wirft dabei nicht zuletzt die Frage auf, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


25.06.2017
Film


19:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46 / Südplatz, 04275
Ida
+ Gespräch

Cinema Schalom - Im Rahmen der jüdischen Woche in Leipzig

Anschließend Gespräch mit Dr. Hans-Christian Trepte, Literaturwissenschaftler, Polonist und Anglist, zur Auseinandersetzung mit dem Holocaust in Literatur und Film der polnischen Gegenwart sowie im Besonderen zu den historisch-politischen Hintergründen des Films "Ida": zunächst staatlich gefördert und auch in Polen mit Preisen bedacht, ist er seit dem Regierungswechsel 2015 offiziell als antipolnisch und unpatriotisch geächtet und kaum mehr öffentlich sichtbar.

Polen/Dänemark 2013, OmU, 78 min, Regie: Pawel Pawlikowski
mit Agata Kulesza, Agata Trzebuchowska, Dawid Ogrodnik
Format:DCP

Sprache: Polnisch mit deutschen Untertiteln
Language: Polish with german subtitles


Polen 1962. Die 18-jährige Novizin Anna bereitet sich auf ihr Gelübde vor. Doch bevor sie dieses ablegen darf, stellt die Äbtissin die als Waise aufgewachsene Anna vor eine überraschende Aufgabe: Sie soll ihre letzte verbleibende Verwandte treffen. Anna fährt in die Stadt zu Wanda, der Schwester ihrer Mutter, der sie noch nie begegnet ist. Das Aufeinandertreffen des behütet aufgewachsenen, religiösen Mädchens und der mondänen wie parteitreuen Richterin wird das Leben beider Frauen verändern.
In eindrücklichen Schwarz-Weiß-Bildern, still und intensiv, erzählt der Regisseur Pawel Pawlikowski („Last Resort“, „My Summer of Love“) von zwei Frauen, denen das Vergessen nicht gelingt.
IDA wurde 2015 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.

Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


27.06.2017
Diskussions-
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Interim
Demmeringstraße 31
G20 - Gipfel der Bewegung?

mit Oliver Rast (Aktivist & Autor) und Tim Herudek (ehemaliger Pressesprecher des Gipfel-Protestbündnisses Heiligendamm 2007)

Die Mobilisierung zu Gipfelprotesten ist trotz Rückschlägen zum Selbstläufer geworden. Auch in Hamburg wird im Sommer ein Potpourri aus Aktionsformen aufgeboten: Vom Alternativgipfel, über kreative Aktionen, autonome Interventionen bis hin zur Großdemonstration ist für alle etwas dabei.
Wollen die einen über Alternativen zur ungerechten Weltwirtschaft diskutieren, andere auf die fatale Situation der Länder des Globalen Südens hinweisen und für eine andere Entwicklungshilfe werben, üben andere fundamentale Kapitalismuskritik und erhoffen aus den Protestbewegungen Potential für langfristige und tiefgreifende lokale und nationale Veränderungen zu gewinnen. Wieder andere wollen vor allem Action, und wieder andere rücken die Kritik an den Grundrechtseinschränkungen und staatlicher Repression gegen die Protestbewegungen in den Fokus. Schon immer spielt Militanzfrage eine herausgehobene Rolle.
Sind die Gipfelproteste heute noch das Terrain um linke Alternativen stark zu machen, oder bewegen wir uns nur noch in einem diffusen Raum der Rituale? Lohnt es sich ins Getümmel zu stürzen und dem übermächtig erscheinenden Repressionsapparat die Stirn zu bieten? Welche Zielsetzung gibt es zum G20 Gipfel in Hamburg? Ist Masse auch „Klasse“ und (für was) lohnt es sich Anfang Juli 2017 nach Hamburg zu fahren?
Dies wollen wir anhand vergangener und aktueller Gipfelmobilisierungen kritisch reflektieren.

>> Busanreise nach Hamburg: https://busse.g20-demo.de/
linXXnet

27.06.2017
Mobilisierungs-
Veranstaltung, Info-
Veranstaltung, Diskussions-
Veranstaltung, Veranstaltung


19:00 Uhr

leipzig
Interim
Demmeringstraße 32
G20 - Gipfel der Bewegung

mit Oliver Rast (Aktivist & Autor) und Tim Herudek (ehemaliger Pressesprecher des Gipfel-Protestbündnisses Heiligendamm 2007) und Vertreter*in AG soziale Kämpfe Prisma(angefragt)

Die Mobilisierung zu Gipfelprotesten ist trotz Rückschlägen zum Selbstläufer geworden. Auch in Hamburg wird im Sommer ein Potpourri aus Aktionsformen aufgeboten: Vom Alternativgipfel, über kreative Aktionen, autonome Interventionen bis hin zur Großdemonstration ist für alle etwas dabei.
Wollen die einen über Alternativen zur ungerechten Weltwirtschaft diskutieren, andere auf die fatale Situation der Länder des Globalen Südens hinweisen und für eine andere Entwicklungshilfe werben, üben andere fundamentale Kapitalismuskritik und erhoffen aus den Protestbewegungen Potential für langfristige und tiefgreifende lokale und nationale Veränderungen zu gewinnen. Wieder andere wollen vor allem Action, und wieder andere rücken die Kritik an den Grundrechtseinschränkungen und staatlicher Repression gegen die Protestbewegungen in den Fokus. Schon immer spielt Militanzfrage eine herausgehobene Rolle.
Sind die Gipfelproteste heute noch das Terrain um linke Alternativen stark zu machen, oder bewegen wir uns nur noch in einem diffusen Raum der Rituale? Lohnt es sich ins Getümmel zu stürzen und dem übermächtig erscheinenden Repressionsapparat die Stirn zu bieten? Welche Zielsetzung gibt es zum G20 Gipfel in Hamburg? Ist Masse auch „Klasse“ und (für was) lohnt es sich Anfang Juli 2017 nach Hamburg zu fahren?
Dies wollen wir anhand vergangener und aktueller Gipfelmobilisierungen kritisch reflektieren.
linXXnet

28.06.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46 / Südplatz, 04275
Dil Leyla
+ Gespräch

Reihe: Türkei: Zensur und Widerstand

Im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin Aslı Özarslan.

BRD 2016, OmU, Dok, 72 min, Regie: Aslı Özarslan

Leyla Imret, aufgewachsen in Deutschland, wird mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin der Türkei. 83 Prozent stimmten bei den Wahlen in Cizre für sie, einer kurdischen Stadt an der syrisch-irakischen Grenze. Hier ist Leyla geboren. Als sie fünf Jahre alt ist, wird ihr Vater, ein PKK-Aktivist, bei einem Gefecht mit dem türkischen Militär getötet, ihre Mutter verhaftet und gefoltert. Verwandte nehmen sie mit nach Deutschland, sie wächst bei ihnen in Bremen auf.

Nach über 20 Jahren kehrt Leyla in ihre kurdische Heimatstadt zurück. Ihr Ziel ist es, die vom Bürgerkrieg zerstörte Stadt zu sanieren und zu verschönern. Sie ist beliebt unter den Bewohnern und schiebt erste Projekte an. Doch der Friede ist trügerisch. Als sich die Parlamentswahlen in der Türkei im Juni 2015 ankündigen, spitzt sich die Lage in kurzer Zeit dramatisch zu. Türkische Soldaten rücken mit schwerem Gerät auf Cizre vor. Leyla ist in Gefahr und ständig von Haft bedroht. Wird sie das gleiche Schicksal erleiden wie ihr Vater?

Mit einem Schwerpunkt zur politischen Situation der kurdischen Minderheit setzen wir die Reihe Türkei: Zensur - Widerstand fort. Gerade die Stadt Cizre ist seit 1993 Symbol für Widerstand gegen Verbote von kurdischer Sprache und Identität geworden, als mit massiver Polizeigewalt die Newrozfeiern niedergewalzt wurden. Nach wie vor ist sie der Ort, an dem immer wieder gegen die gewaltsame Politik der wechselnden Machthabenden protestiert wird. Zuletzt wurden Ende 2015 weite Teile der Stadt durch Bombardierungen zerstört. Die Verfolgung politischer Gegner*innen und massive Menschenrechtsverletzungen, Verhaftungswellen, willkürliche Erschießungen, ungeklärte Todesfälle und Folterungen in den überwiegend von Kurd*innen bewohnten Provinzen zeigen, dass sich die politischen und militärischen Maßnahmen zum wiederholten Male gegen die größte ethnische Minderheit in der Türkei richten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


11.07.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Klänge des Verschweigens
+ Einführung


BRD 2012, deutsche OF, Dok, 90 min, Regie: Klaus Stanjek

Willi Heckmann, Jahrgang 1897, war Pianist und lyrischer Tenor. Als der Regisseur Klaus Stanjek erfährt, dass sein Onkel Willi wegen seiner Homosexualität acht Jahre in den Konzentrationslagern Dachau und Mauthausen interniert war, begibt er sich auf eine erschütternde Spurensuche in seiner Familie. Ein Dokumentarfilm über die Verfolgung und Ächtung von Homosexuellen in Nazi-Deutschland und der Nachkriegszeit, der die Dynamiken des Verdrehens und Verdrängens der Wahrheit in deutschen Familien sichtbar macht.

Mit einem einführenden Vortrag über Erinnerungskultur zu als homosexuell kategorisierten Gefangenen in der KZ-Gedenkstätte Dachau von Nils Greiten, ehemaliger Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


12.07.2017
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Meuterei
Zollschuppenstraße 1 + 3

Unter den Bedingungen der AKP-Diktatur in der Türkei und mitten im syrischen Bürgerkrieg versuchen Menschen verschiedener ethnischer* Gruppen gemeinsam eine gesellschaftliche Organisierung auf die Beine zu stellen, die ein gutes Leben für alle ermöglichen soll. Mit einem System von Räten, die in den Nachbarschaften anfangen und sich bis hin zur Produktion erstrecken, sollen die gesellschaftlichen Prozesse nach sinnvollen Kriterien geregelt werden. Gegen patriarchale Strukturen und sexistische Gewalt wird dabei insbesondere vorgegangen. Dieser Kampf wird zuvorderst von eigenen Frauenräten geführt. Dem Konzept des Demokratischen Konföderalismus von Abdullah Öcalan folgend sollen so Nationalstaat und Kapitalismus zu Gunsten einer basisdemokratischen Gesellschaft überwunden werden. Eine Einführung in theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung dieses Konzepts gibt Ercan Ayboga.

Die Veranstaltung soll außerdem der Verbreitung des Kobanê-Comics des italienischen Zeichners Zero Calcare dienen. Eine deutsche Ausgabe wurde mit Unterstützung des …um’s-Ganze!-Bündnis gedruckt und wird zur kostenlosen Mitnahme bei der Veranstaltung ausliegen. Der Comic dreht sich um eine Reise von Internationalist_innen in die kurdischen Gebiete, die von der türkisch-syrische Grenze geteilt werden.

Eine Veranstaltung von the future is unwritten
The Future Is Unwritten
The Future Is Unwritten

unwritten-future.org/

the_future_is_
unwritten(at)
riseup.net

13.07.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Bones of Contention
+ Einführung und Diskussion

USA 2017, OmeU, Dok, 75 min, Regie: Andrea Weiss

Sprache: Spanisch mit englischen Untertiteln

Bis heute gibt es in Spanien ungekennzeichnete Massengräber, in denen über 120.000 Opfer des Franco-Regimes verschüttet liegen. Unter ihnen ist auch der Schriftsteller Federico García Lorca, der in den ersten Tagen des Spanischen Bürgerkriegs erschossen wurde. Er ist eine Symbolfigur im Bemühen um das Erinnern und Aufdecken verborgener Schicksale von LGBTIQ-Personen unter Franco, die weit über das Ende der Diktatur hinaus gewaltsamen Repressionen ausgesetzt waren. Spanien verweigert nach wie vor eine umfassende strafrechtliche Aufarbeitung dieser Vergangenheit.
Der Film läuft im spanischen Original mit englischen Untertiteln.

Mit Einführung und Diskussion mit Dr. Ulrike Capdepón, Politikwissenschaftlerin und Hispanistin.


'Bones Of Contention' explores the theme of historical memory in post-Franco Spain, focusing on the unknown story of LGBT repression under Franquismo. What happened to LGBT people during Spain's fascist regime? This film uncovers their stories and breaks their silence for the first time.
With an introduction and discussion by Dr. Ulrike Capdepón, political scientist

Explora el tema de la memoria histórica en España, centrándose en la represión de las lesbianas y los gays bajo el franquismo. ¿Qué pasó con los homosexuales durante el régimen de Franco? Este documental revela sus historias y rompe el silencio por primera vez.
Entrevista con el Dr. Ulrike Capdepón, politólogo
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


14.07.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Dream Boat
+ Buchvorstellung "Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität: Kritische Perspektiven"

BRD 2017, OmU, Dok, 90 min, Regie: Tristan Ferland Milewski


Einmal jährlich treffen sich rund 3.000 Männer aus verschiedenen Ländern auf dem sogenannten „Dream Boat“, einem Kreuzfahrtschiff ausschließlich für Schwule. Partys und Sex stehen im Vordergrund, die porträtierten Reisenden suchen nach Freiheit, Zuneigung, Anerkennung, Akzeptanz und ihrer eigenen Identität. Dabei bleiben Konflikte nicht aus...

Im Anschluss ist Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung (Hochschule Merseburg) zu Gast, kommentiert den Film und stellt das von Zülfukar Çetin und ihm verfasste Buch 'Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität: Kritische Perspektiven' vor.
Während „Sichtbarkeit“ und „Identität“ auch heute noch vielfach als bedeutsam für die politischen Kämpfe Homosexueller um Anerkennung und Respekt gelten, weist der Band darauf hin, wie auf diese Weise auch „ein Ordnungsregime entsteht, das auf Geschlechternorm, Weißsein, Bürgerlichkeit und Paarbeziehung basiert“. Dadurch entstehen Ausschlüsse gegen Queers of Color und Queers mit abweichenden Lebensentwürfen.

Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


19.07.2017
Veranstaltung


19:00 Uhr

Leipzig
Pöge-Haus
Hedwig-Straße 20
Echte Demokratie jetzt!?
Kritiken des Parlamentarismus – ein Vergleich

Die bevorstehende Bundestagswahl ist auch aus linker Sicht ein wichtiges politisches Ereignis. Sowohl bei den vergangenen Landtagswahlen in Deutschland als auch bei internationalen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen konnten rechtsautoritäre Kräfte massive Wahlerfolge verzeichnen, was die Linke international vor neue Herausforderungen stellt. Bei der Diskussion um den erstarkenden Rassismus, Antifeminismus und Autoritarismus ist die linke Debatte um Themen wie Parlamentarismus, Rätesystem und Formen politischer Willensbildung überhaupt aus dem Fokus geraten. Dabei haben Experimente wie die links-rechts-Regierung unter Führung der sich selbst als „linksradikal“ bezeichnenden Syriza-Partei in Griechenland erneut das Scheitern einer parlamentarischen linken Strategie demonstriert. Noch vor wenigen Jahren stellten Bewegungen wie Occupy oder iDemocracia real YA! die Repräsentationsfrage von links. Wir wollen anknüpfend an derartige Debatten einen kritischen Blick auf die politischen Repräsentationsformen im Kapitalismus und auf ihre Kritiken von links und rechts werfen. Deshalb werden wir mit unterschiedlicher Gewichtung verschiedene Parlamentarismuskritiken vorstellen und diskutieren. Darsgestellt sollen werden die materialistische Kritik von Staat und Politik von Johannes Agnoli, die dezidiert faschistische Parlamentarismuskritik Carl Schmitts, die anarchistische Perspektive Erich Mühsams auf Wahlen und Parlament sowie die strategisch-kommunistische Perspektive Rosa Luxemburgs. In der Veranstaltung wollen wir die Chancen und Gefahren einer Parlamentarismuskritik von links diskutieren und versuchen herauszustellen, was eine emanzipatorische linke Kritik des Parlamentarismus von reaktionären Kritiken unterscheiden würde.

Eine Veranstaltung von the future is unwritten
The Future Is Unwritten

unwritten-future.org/

the_future_is_
unwritten(at)
riseup.net

28.07.2017
Film


19:30 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
Deportation Class
+ Gespräch

Im Anschluss Gespräch mit Patrick Irmer, Sächsischer Flüchtlingsrat.

BRD 2017, dt. OF, teilweise untertitelt, Dok, 85 min, Regie: Carsten Rau, Hauke Wendler

Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf, geben ihnen eine halbe Stunde Zeit zum Packen und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 21.000 Asylbewerber*innen aus Deutschland abgeschoben. Und die Bundeskanzlerin fordert bereits eine „nationale Kraftanstrengung“, um noch konsequenter durchzugreifen. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Und was macht sie mit den Menschen, die abgeschoben werden?

'Deportation Class' zeichnet ein umfassendes Bild dieser staatlichen Zwangsmaßnahmen: Von der monatelangen Planung einer Sammelabschiebung über den nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland und der heiklen Frage, was die Menschen dort erwartet.

Erstmals hatten die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler, die Möglichkeit, eine Sammelabschiebung zu filmen. Dabei wurden 200 Asylbewerber nach Albanien ausgeflogen: Bewegende, teils schockierende Bilder, die in Deutschland so noch nicht zu sehen waren.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.
de/index.php


31.07.2017 - 06.08.2017
Camp


Potzehne
Krieg.Macht.Flucht
(Ohn)Macht durchbrechen!

– Krieg beginnt hier – Unser Widerstand auch –

Das GÜZ, die Kriegsübungsstadt Schnöggersburg und warum wir gerade hier aktiv werden:

Wir wollen der kriegerischen Mobilmachung was entgegensetzen. Nicht nur in den Köpfen der Menschen, sondern auch ganz praktisch. Abrüstung ist Handarbeit. Wir können nicht auf die Politik vertrauen, sondern müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Wir haben uns einen Punkt herausgegriffen, der bereits in den letzten Jahren ein Kristallisationspunkt für antimilitaristische Aktionen war und auch weiter sein wird – auf Grund seiner Funktion für die Vorbereitung von kriegerischen Einsätzen und von Aufstandsbekämpfung im städtischen Raum wie in ländlichen Regionen.

Im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark, dem modernster Truppenübungsplatz Europas, bündeln sich viele Facetten von Krieg und Militarisierung nach Außen und Innen.

Auf dem 230 qkm großen Militär-Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet. Deutsche Soldat_innen bereiten sich hier auf Auslandseinsätze in unterschiedlichen Regionen vor.
Der Betreiber „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“ vermietet das Gelände an die Bundeswehr und die Armeen anderer NATO-Mitgliedsstaaten, ist Dienstleister der gesamten Technik und Logistik und leistet die Vorarbeit für die militärischen Analysen. Zusätzlich werden Söldner in die Kriegsübung,-vorbereitung und auch in die realen Kriegseinsätze integriert.

Auf der Baustelle der gigantischen Kriegsübungsstadt „Schnöggersburg“, in der Aufstandsbekämpfung im urbanen und ländlichen Raum trainiert werden soll, ist es in den letzten Jahren mächtig vorangegangen. Inzwischen präsentiert die Bundeswehr öffentlich ihre Einrichtung im Wald mit Werbefotos von der einzigen U-Bahnstation Sachsen-Anhalts, einem Stadion und einem Multifunktions-Sakralbau.

Gleichzeitig ist das GÜZ ist eine riesige Verkaufsausstellung. 2011 bestellte Russland nach dem Vorbild des Truppenübungsplatzes in der Altmark eine Anlage, deren erste Hälfte bis zum Beginn der Sanktionen ausgeliefert wurde; die Vereinigten Arabischen Emirate orderten 2010 ein komplettes Gefechtsübungszentrum im Wert von 70 Millionen Euro bei Rheinmetall Defence. Ihre Streitkräfte wurden im GÜZ mit der modernen Kriegsübungstechnik vertraut gemacht. Zudem ist Rheinmetall der größte Lieferant von Kleinwaffen in alle Welt und verkauft ganze Munitionsfabriken zum Beispiel an Saudi-Arabien.

Hier wird Krieg und Aufstandsbekämpfung geübt, ausprobiert, vorbereitet. Krieg beginnt hier.

Wir wollen diesen zentralen Ort der Kriegsvorbereitung sichtbar machen und mit unseren unterschiedlichen Aktionen den „Normalbetrieb“ – die gut geschmierte Kriegsmaschinerie – stören und blockieren.

– Werde Teil des Camps –

Seit mehreren Jahren hat das war-starts-here Camp-in Potzehne, in der Nähe des GÜZ, viele unterschiedliche Menschen zusammengebracht. Gemeinsam zu diskutieren und aktiv zu werden hat einiges bewirkt, sowohl bei den Teilnehmenden des Camps als auch in der Region. Und es hat Spaß gemacht.

Wir kommen zusammen, um über Kriege und deren Vorbereitung zu informieren, die Lage zu durchschauen und die Zusammenhänge zu analysieren. So vielfältig die Strömungen in emanzipatorischen Bewegungen sind, so vielfältig sind auch die individuellen Sichtweisen auf Krieg und Militär. In Anbetracht dessen wollen wir die Gemeinsamkeit des Widerstands weiterentwickeln, den lange gewachsenen Widerstand vor Ort stärken und dabei unsere Unterschiede diskutieren und respektieren. Wichtig ist uns auch, auf die Menschen in der Umgebung des GÜZ zuzugehen, mit ihnen in Kontakt und ins Gespräch zu kommen und vielleicht auch mehr…

Bei diesem (inzwischen sechsten) Camp knüpfen wir am Thema des letzten Camps an. „Krieg.Macht.Flucht.“ ist immer noch aktuell. Diesmal geht es vor allem darum, antimilitaristische und antirassistische Perspektiven zu entwickeln. Lasst uns unsere OhnMacht gemeinsam durchbrechen! Das Camp in Potzehne wird ein Ort dafür sein. Wir wollen eine Diskussion auf Augenhöhe mit allen, die das Gleiche antreibt: die Abneigung gegen die zerstörerischen Verhältnisse weltweit.

Es ist ein selbstorganisiertes Camp, das durch Einsatz der teilnehmenden Menschen entsteht, besteht und Wirkung entfaltet. Was du nicht selber organisierst, vermisse nicht! Das Camp ist ein sozialer Ort, an dem wir einen Gegenentwurf zu leben versuchen: gegen eine Gesellschaft, die in allen Fasern von Herrschaft durchdrungen ist, setzen wir konkrete Utopie.
war-starts-here.camp

info(at)war-
starts-here.camp

22.06.2017

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