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14.04.2017 - 15.04.2017
Seminar


13:00 Uhr

Halle
Stura Halle
Universitätsplatz 7
Einführung in die materialistische Religionskritik
Seminar mit Johannes Hauer und Jérôme Seeburger (Translib Leipzig)

„Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“ Auch wenn Marx in diesem berühmten Satz aus seiner Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie (1843/44) ausdrücklich eine Einschränkung seines Urteils auf Deutschland vorgenommen hat, ist ihm der aufklärerische und revolutionäre Optimismus der Zeit vor der Niederlage der 1848er Revolution anzumerken. In ihm kommt außerdem die Begeisterung zum Ausdruck, die Ludwig Feuerbachs religionskritische Schriften jener Jahre in fortschrittlichen Kreisen ausgelöst haben. Mit ihnen schien tatsächlich alles Wesentliche zu der in deutschen Landen vorherrschenden Religion gesagt zu sein. Marx und Engels korrigierten diese Einschätzung jedoch später dadurch, dass sie über Feuerbach hinausgehende wesentliche Bestimmungen der materialistischen Kritik der Religion vornahmen.
Im Seminar wollen wir uns diese Bestimmungen vergegenwärtigen. Das Attribut „materialistisch“ soll nicht bloß als Etikette verwandt, sondern in einem Vortrag inhaltlich bestimmt werden. Durch den Rückbezug auf ältere Traditionen der materialistischen Religionskritik, etwa aus der französischen Aufklärung, wollen wir die Spezifik des Historischen Materialismus deutlicher hervortreten lassen. Daran schließt auf der Grundlage ausgewählter Schriften die Diskussion der religionskritischen Überlegungen Marx‘ und Engels‘ an.
Im zweiten Teil des Seminars wenden wir uns dem religiösen Bedürfnis und dem Formwandel der Religion zu. Nachdem Wissenschaft und Aufklärung den allgemeinen Geltungsanspruch der Religion zerstört hatten, der Heiligenschein beseitigt worden war, ohne das Jammertal abzuschaffen, fand sie ein Residuum in der Subjektivität. Dem zeitgenössischen Subjekt dient Religion nur mehr dazu, der eigenen Borniertheit höhere Weihen zu verleihen. Freuds und Adornos Beiträge zur Kritik des religiösen Bedürfnisses und der Privatreligionen werden in einem weiteren Vortrag dargestellt. Adornos Studien zum Aberglauben aus zweiter Hand sollen dann die Grundlage für die Diskussion der gegenwärtigen religiösen Illusionen bilden.

Die Texte werden den TeilnehmerInnen vorab als Reader zugänglich gemacht. Anmeldung per Mail an: Kritik-Religion@web.de
Kritik-Religion(at)web.de
14.04.2017
Film


19:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
Ein deutsches Leben
mit Diskussion

Im Anschluss Gespräch über die Parallelen und Unterschiede früherer und heutiger rechter Rhetoriken mit Robert Feustel, Politikwissenschaftler, Publizist und Mitherausgeber des "Wörterbuch des besorgten Bürgers", das 2016 im Ventil Verlag erschienen ist.

Österreich 2017, deutsche OF, Dok, 113 min, Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer, Roland Schrotthofer, Olaf S. Müller

Brunhilde Pomsel sagt, sie habe von nichts gewusst. Als Sekretärin von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels habe sie "ja nichts getan als bei ihm getippt". Pomsel war auch bei Goebbels Ausrufung des "totalen Krieges" im Berliner Sportpalast anwesend und die letzten Tage des Nazi-Reichs erlebte sie im Keller des Reichspropagandaministeriums. Doch vom Holocaust will sie nichts erfahren und mitbekommen haben.
Wie Pomsel auf ihre Vergangenheit zurückblickt, sich als "Randfigur" des Geschehens beschreibt und Einblicke in die Abläufe im nationalsozialistischen Machtzentrum gibt, wurde von den Regisseuren in konzentrierten Schwarz-Weiß Bildern festgehalten. Neu erschlossenes Archivmaterial aus dem US Holocaust Memorial Museum und dem Steven Spielberg Film and Video Archive ergänzten die Interview-Passagen.

In ihrem Unvermögen und ihrer Weigerung, Schuld einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen, steht Pomsel sinnbildhaft für den mehrheitlichen Umgang der Deutschen mit dem Holocaust.
Die ignoranten und abwertenden Aussagen Pomsels sind in Zeiten, in denen rechte Einstellungen immer mehr Zuspruch erhalten von beklemmender Aktualität.

"Frau Pomsel steht für Millionen andere, Millionen Mitläufer, die dieses System ermöglicht haben" Christian Krönes, Regisseur


Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


27.03.2017

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