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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Archiv
 

08.11.2008

Siempre Antifascista!

11. - 15. November: Aktionstag - Konferenz – Demo – Festival Im Gedenken an die Opfer der Faschisten. Für eine starke internationale Antifabewegung!

In den letzten Jahren ist die Zahl faschistischer Morde europaweit massiv angestiegen. Meist erlangen nur die Fälle eine stärkere Öffentlichkeit, bei denen es sich um Linke handelte, die in engem Kontakt mit der politischen und subkulturellen Szene standen. Carlos Javier Palomino (11. 07.’07, Madrid), Davide „Dax“ Cesare (16. 03.’03, Milano) oder Jan Kuchera (18.01.’08, Príbram) sind daher vielen Menschen in der Linken ein Begriff. Die Morde an Migrant_Innen, wie sie in Russland an der Tagesordnung sind, gelangen kaum an die Öffentlichkeit. Regelmäßig kommt es hier zu Angriffen und Morden an Menschen aus dem Kaukasus und Tadschikistan. Mit Anerkennung schaut die internationale Rechte auf eben jenen so genannten „Rassenkrieg“ der russischen Nationalisten. Allein in den ersten drei Monaten diesen Jahres kamen 33 Menschen durch Neonazis ums Leben. Bereits im letzten Jahr wurden in Russland 27 Menschen durch Neonazis umgebracht. International befindet sich die Rechte zurzeit vielerorts im Aufwind. Allein in Spanien wurde im Jahr 2007 die Anzahl rechter Übergriffe auf rund 4000 geschätzt. Die diesjährigen Pogrome im Mai gegen eine Roma-Siedlung in Neapel führen vor Augen, wie es den Faschisten zurzeit gelingt, die soziale Verelendung durch den Kapitalismus für sich zu nutzen. Die „soziale Frage“ wird durch sie zu einer scheinbar „ethnischen“ gemacht. In ihrem Anliegen können sie sich in vielen Ländern des Rückhaltes durch Kirche und etablierte Parteien sicher sein. Um die Ermordeten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, aber auch um auf internationale Situation der Neonazi-Bewegungen aufmerksam zu machen, wird es im Rahmen der Kampagne „Siempre Antifascista!“ am 11. November einen überregionalen Aktionstag für die Opfer rechter Gewalt geben und am 14. November eine internationale Antifa-Konferenz in Berlin. Diese wird durch ein Festival mit vielen internationalen Punk- und Oi!-Bands begleitet. Auf der Konferenz werden Aktivist_Innen der autonomen Antifa-Bewegung aus verschiedenen Ländern über die Lage in ihren Ländern berichten und sich mit den Konferenzteilnehmer_Innen über die gegenseitigen Erfahrungen des Widerstandes austauschen. Am Samstag dem 15. November werden wir unserer konsequenten Ablehnung gegen jede Form von faschistischen Übergriffen und Organisationen mit einer kräftigen und lautstarken Demo in Berlin-Pankow Taten folgen lassen. Gerade hier ist dies notwendiger denn je. Seit Anfang des Jahres kommt es wieder gezielt zu Angriffen und Drohungen gegen Antifaschist_Innen. Vermeintliche Antifaschist_Innen werden gezielt abgefangen und gejagt, ihre Namen mit Drohungen an Hauswände gesprüht, ihre Eltern per Telefon terrorisiert. Neben einer nicht zu unterschätzenden rechten Hooligan- und Kneipenszene ist in Pankow außerdem einer der aktivsten NPD-Verbände Berlins ansässig. Wir denken, dass wir in dieser Situation am besten damit beraten sind, wenn wir im Kampf gegen Nazis auf unsere eigenen Kräfte vertrauen und nicht auf das Wohlwollen des Staates. Wenn auch ihr den zunehmenden Naziterror satt habt, dann beteiligt euch an den Aktionen der „Siempre Antifascista!“- Kampagne und denkt euch selber welche aus! For an antifascist resistance & lifestyle – worldwide! 11. November 2008, Aktionstag für die Opfer rechter Gewalt! Macht Aktion in eurer Gegend in, in eurer Stadt. Macht Aktionen für die ermordeten in eurer Gegend oder thematisiert die lokalen Nazistrukturen. Zusammen - auf allen Ebenen, mit allen Mitteln! Für ein aktives Gedenken! 14. November 2008, internationale Antifa-Konferenz in Berlin mit Antifas aus Polen, Tschechien, Russland, Italien, Spanien 14.30 Uhr, Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, Tram: „Am Friedrichshain“ 15. November, Antifa-Demonstration in Berlin 14.00 Uhr, S-Bhf. Pankow 14. / 15. November, Festivall in Berlin Kato, S-Bhf. Schlesiches Tor Gedenkkonzert für die Opfer rechter Gewalt. Mit Bands wie: Freiboiter, Los Fastidios, Opció K-95, Guerilla, The Offenders, Loikaemie u.v.m. www.siempreantifascista.tk

www.siempreantifascista.tk

 

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