>> home   >> Gruppen   >> Termine  Leipzig | regional | überregional   >> Links   >> Archiv


Suche | Liste

> Antifa
>>AFBL
>>BGR
>>gamma
>>Presse
>>Queer gegen Rechts
>>LeA
>>ig3o
>>Rock am Kreuz
>>chronik.LE
>>AuA
>>AG Antifa Leipzig

> Antira
>>LExil
>>Umtauschinitiative
>>ADB
>>Initiativkreis Leipzig

> Antirepression
>>camera
>>Kick Control
>>Out of Action
>>EA
>>Rote Hilfe

> Archiv
>>Infoladen
>>Roter Faden
>>Infoladen G16
>>Büro- und Infowagen

> Kultur & Projekte
>>AWC
>>B12
>>Conne Island
>>G16
>>GIRO e.V.
>>Libelle
>>LIWI
>>PIP
>>Plaque
>>RSL
>>ZORO
>>t9
>>AJZ Bunte Platte
>>Jetze Wagenplätze

> Zeitschrift
>>Feierabend!
>>Incipito
>>LAIKA
>>left.info.project
>>leipzig.noblogs
>>outside the box

> sonstige
>>FAU Leipzig
>>LSG
>>tomorrow
>>WKL
>>GiG
>>Eiscafé
>>Ladyfestcrew Leipzig
>>Leipziger Kamera
>>[AGL]
>>INEX
>>Ya Basta Leipzig
>>ASJ Leipzig
>>The Future Is Unwritten

@@ Kontakt   PGP



 

[Wöchentlicher Left Action Newsletter]  

date, time, location, Aktionsform

Inhalt

weitere Infos & organisierende Gruppe

26.04.2017
Film


20:00 Uhr

Leipzig
Cinémathèque in der naTo
Karl-Liebknecht-Str. 46
Pornographie und Holocaust – STALAGS
m. Einführung

Israel 2008, OmU, Dok, 63 min, Regie: Ari Libsker


Der Film beschreibt ein bizarres Phänomen der israelischen Popkultur: Sadomasochistische Holocaust-Pornographie von jüdischen AutorInnen für ein jüdisches Publikum, die zeitgleich mit dem Prozess gegen Adolf Eichmann in Israel einen enormen Erfolg feierte.

Israel, Anfang der 1960er-Jahre: Unter enormem Medieninteresse beginnt in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der Hauptorganisatoren der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Im Verlauf des Prozesses wird detailliert und öffentlich das Leid von Juden und Jüdinnen in den Konzentrationslagern der Nazis diskutiert, die dort stattgefundenen Grausamkeiten werden Teil der öffentlichen Debatte.
Zur gleichen Zeit erlebt die Porno-Literatur im Land einen Popularitätsschub, und zwar in Form eines ganz besonderen Genres: den “Stalag”-Heftchen. Diese erotischen Groschenromane formulierten - in steigernder Explizität - sadomasochistische Fantasien um männliche Kriegsgefangene und weibliche Nazioffiziere in deutschen Lagern, mit einem stetig wiederkehrenden plot: Ein alliierter Soldat wird im 2. Weltkrieg in einem deutschen Stammlager („Stalag“ ) von Frauen der SS gefoltert und vergewaltigt – bis er sich an seinen PeinigerInnen auf ebenso grausame Weise rächt.

Der Film behandelt diesen doppelten, miteinander in Verknüpfung stehenden Tabubruch. Erstmals gibt es in der damals sehr puritanischen Gesellschaft Israels pornografische Literatur und gleichzeitig sind diese Heftchen neben dem Eichmann-Prozess die erste öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust. In Gesprächen mit VerlegerInnen, AutorInnen und JournalistInnen fragt Regisseur Ari Libsker nach den Gründen für die damalige Popularität der Stalag-Heftchen in der israelischen Gesellschaft und verwebt die mit präziser Kamera gefilmten Interviews geschickt mit Archivbildern.

Mit einer Einführung unter dem Titel "Ein Meer der blauen Nummern. Zur Wahrnehmung von Holocaust-Überlebenden in Palästina/Israel 1945-1961" von Sebastian Paul, Diplom-Pädagoge und Künstler.
Cinémathèque Leipzig e.V.

cinematheque-
leipzig.de/


27.03.2017

  >> home   >> Gruppen   >> Termine  Leipzig | regional | überregional   >> Links   >> Archiv