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left action - linksradikale Gruppen in  Leipzig - Archiv
 

01.04.2002

dOnnerstag um Acht ist Plenum

Zur Situation des Offenen Antifaschistischen Plenums Leipzig

Das Offene Antifa(schistische) Plenum gehört zu den ältesten Strukturen der Leipziger Szene. Anfang der 90er aus der Notwendigkeit des organisierten Widerstands gegen die alltäglichen Naziübergriffe und zunehmende Präsenz rechten Gedankengutes gegründet, verlor das OAP, nach der Gründung von effektiver arbeitenden und nicht nur vordergründig aktionistisch orientierten Gruppen, wie dem Bündnis gegen Rechts oder dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig; bzw. der Roten Antifaschistischen Aktion Leipzig, welche gerade für jüngere Leute attraktiver - weil auch zeitgemäßer konzeptioniert war - im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung.
Schon lange als altautonome Plauderstunde belächelt, wurde noch eine Weile krampfhaft versucht, diese immer schwächer frequentierte und in ihren Ansätzen überalterte Struktur zu erhalten. Dann im Winter 2000 warf auch der Letzte das Handtuch. Die meisten waren mittlerweile auch in den neuen Gruppen eingebunden und es gab wichtigeres zu tun, als alte Gewohnheiten zu pflegen...

Eine wichtige, immer noch vorhandene, Funktion des OAP hatten jedoch viele unterschätzt. Aufgrund der Definition als „Offen“ wurde es von vielen neu hinzukommenden, die sich, nach erster Orientierung im Leipziger linken Gruppendschungel, nicht sofort oder überhaupt nicht mit den hier ansässigen relevanteren Gruppen identifizieren konnten, oder auch von Leuten die sich nur sporadisch - besonders vor gewissen anstehenden “Events“ - informieren und nicht in feste Gruppen einbinden wollten, als Anlauf- und Orientierungspunkt angesehen. Dies wieder zu gewährleisten, war u.a. auch die Motivation einiger Leute, diese wohl doch nicht so ganz nutzlose Struktur kurz darauf wieder aus der Kiste zu holen.
Gerade im Laufe des letzten Jahres stieg die Unzufriedenheit vieler Leute, über die bestehenden Gruppen und die in diesen stattfindenden Debatten. Nach dem "Antifasommer 2000“ hatten Popantifa – Projekte, wie die Rote Antifaschistische Aktion Leipzig sogar sich und ihre bisherige Arbeit komplett ad absurdum geführt und sich mit Statements wie, eine antifaschistisch handelnde Linksradikale sei zu staatsnah, wenn die Zivilgesellschaft direkt in den Anti - Nazikampf eingreift - auch wenn sie dabei mit ganz anderen Mitteln und Motiven agiert - verabschiedet.
In den darauffolgenden Monaten, kam es im Verlauf der Wi(e)derbelebung des OAP zu einer Reihe von Aktivitäten, meist Mobilisierungen zu auswärtigen Demos. Organisiert von Leuten die der Meinung waren, es kann nicht sein, daß alles in Apathie versinkt, nur weil der Großteil der Leipziger Linken in theorielastiger Selbstdarstellung und Neuordnung erstarrt ist. Dabei kam es oft genug zu ungenügender Auseinandersetzung mit den anvisierten Themen. Dies lag hauptsächlich daran, daß das OAP in eine Lücke gefallen war, die es, sowohl personell als auch erfahrungsmäßig, nicht auszufüllen vermochte, aber wenigstens zu verkleinern versucht hat.

Auf längere Sicht kam es zwangsläufig auch wieder zu einer Entwicklung hin zur festen politischen Gruppe, des im eigentlichen Sinne nur als offenes Treffen neu gegründeten Plenums. Leute mit unheilbarer Gruppenantipathie gingen dadurch wieder verloren, andere aber konnten wiederum motiviert werden, sich aktiver mit eigenen Inhalten in die Gruppe einzubringen.
Die sich nun in diesem Rahmen treffenden Leute, wollen außerdem keine grundsätzliche Beschränkung auf das Thema Antifa mehr, sondern verschiedene Themen an ihren Berührungspunkten als gesamtheitliche Kritik an den bestehenden Verhältnissen bearbeiten. Wobei die breitere inhaltliche Auseinandersetzung nun über ein „das „A“ im OAP, steht ebenso für antirassistisch und antisexistisch.“ , wie in einer älteren Erklärung des OAP (Klarofix 04/00) erwähnt, hinausgehen soll.
Auch wenn künftig mehr Zeit in theoretische Auseinandersetzung investiert werden soll, bedeutet dies nicht, daß es keine praktische Arbeit mehr geben wird.

OAP

 

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